wütende mama
Leseecke

Auch Mamas sind mal wütich! – Rezension

Heute findest du in der Leseecke einen Ratgeber, der dir nicht nur das schlechte Gewissen nimmt, sondern dir Lösungen bietet.

Auch Mamas sind mal wütich! wurde von den Autorinnen Kirsten Frielinghausen-Labitzky und Gurdrun Heinrichmeyer geschrieben.

Kirsten ist Mama von zwei Jungs und Gudrun hat einen Sohn und eine Tochter. Beide Frauen sind in den Bereichen Coaching und Beratung tätig und können aus einem großen Erfahrungsschatz schöpfen.

Erschienen ist das Buch im Remote-Verlag, wo du es auch direkt beziehen kannst. (Anm.: Das Cover unterscheidet sich von dem meines Exemplares)

Der Aufbau des Buches

Der Einstieg sieht so aus, dass die Autorinnen vorgestellt werden. Du erfährst, was sie in ihrem Leben gemacht haben und wie sie sich weitergebildet haben.

Danach erfährst du, wie die Gedanken zum Thema Erziehung der Autorinnen sind. Schon hier nicke ich ziemlich oft zustimmend mit meinem Kopf. Dadurch bin ich schon gespannt, wie es im Buch weitergeht.

Der Inhalt – Basiswissen für Eltern

Alles beginnt mit dem Basiswissen für Eltern. Und es wird mit der Motivation eingestiegen. Nämlich deiner Motivation, etwas zu verändern. Muster zu durchbrechen und dein Familienleben wieder in den Griff zu bekommen. Weniger wütend zu sein und die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Und gleich darauf wird klar, dass Mamas nicht nur auch mal wütend sind, sondern – ganz wichtig – auch mal eine Pause brauchen.

Zu diesem Zweck findest du einen QR-Code im Buch, der dir erlaubt, eine entspannende Audiodatei herunterzuladen. Finde ich fantastisch. Hast du keinen QR-Code-Scanner, kannst du alternativ den angegebenen Link aufrufen und gelangst so zu der Datei. An alles wurde hier gedacht.

Um besser in die Entspannung zu gelangen, gibt es einen 3-Stufen-Plan. Und ganz ehrlich? Schon simple 3 Minuten Entspannung können wahre Wunder bewirken.

Jetzt, wo du entspannt bist, geht alles viel leichter. Naja, so die Theorie. Damit die Theorie zur Praxis wird, hast du ein Buch in der Hand, das dir durch unterschiedliche Verhaltensmuster und Situationen hilft.

Schon im Kapitel Basiswissen findest du viele Anregungen, wie du Situationen mit Ruhe und Gelassenheit begegnen kannst. Es wird dir klar vermittelt, was offensichtlich ist, aber im Alltag einfach viel zu oft untergeht. Zum Beispiel, dass Kinder mit ihrem Verhalten – magst du es für noch so schlimm finden – eigentlich nichts böses wollen. Sie wollen vieles – doch dich reizen ist nicht ihre Absicht.

Du lernst, dieses Verhalten zu deuten und für dich zu nutzen. Ich bin so frei und übernehme hier ein Beispiel aus dem Buch, weil es auf mich zutrifft =)

Im Supermarkt

Meine Kinder laufen im Supermarkt gerne herum. Mich stört das manchmal und sie bekommen immer wieder von mir zu hören, dass der Supermarkt nicht ihr persönlicher Turnsaal ist. So. Sie hören aber nicht und meine Nerven liegen dann oft blank. Ich bin frustriert, weil die Kinder nicht hören, die Kinder sind frustriert, weil einkaufen nun keine spannende Angelegenheit für sie darstellt.

Und tatsächlich gibt es so ein Beispiel auch im Buch. Erstens bin ich ganz froh, denn das bedeutet, meine Kinder sind nicht die einzigen, die den Supermarkt als Turnsaal nutzen. Zweitens ist das toll, weil das Buch auch eine Lösung für mich bereit hält.

Das Verhalten ist klar. Die Kinder langweilen sich beim Einkauf. Es ist nicht Bewegungsmangel (was ich schon öfter befürchtete). Was rät das Buch?

Nutze das Verhalten und wandle es in etwas Positives um. Und das gefällt mir. Ich bin ein Anhänger von Energien in etwas Positives zu verwandeln =)

Die Lösung willst du wissen? Im Beispiel des Einkaufs bekommen sie einfach Aufträge, die sie locker lässig bewältigen können. Jedes Kind individuell, denn jedes Kind hat seine ganz eigenen Stärken. Ich beschäftige so während dem Einkauf und der Einkauf funktioniert besser und hin und wieder schneller. Meine Nerven liegen nicht blank. Ich bin nicht die wütende Mama und die Buben sind keine frustrierten Kinder 😉

Und all das, das ich bis hier geschrieben habe, findest du im Kapitel Basiswissen.

Doch das Buch bietet noch so viel mehr.

Vorbild sein

Ein Kapitel, das dir zeigt, dass du der Mensch bist, der nachgeahmt wird. Ist so. Ist jetzt nicht das Urgeheimnis, das gelüftet wird. Trotzdem vergessen wir es immer wieder. Also was du nicht willst, das dein Kind tut, dann tu es nicht. Im Umkehrschluss: Was du willst, das dein Kind tut, zeige vor =)

Ich weiß, sehr simpel. Könnte man meinen. Doch das Kapitel geht weiter in die Tiefe. In die Tiefe deiner eigenen Verhaltensmuster. Und so mancher AHA-Effekt wartet dort auf dich.

Sprache in der Erziehung

Dieses Kapitel ist nicht weniger wichtig. Was und wie wir etwas sagen ist eine Sache – was und wie es verstanden wird eine ganz andere. Wie sprichst du mit deinem Nachwuchs und was wird wie verstanden? Wie kannst du das in Zukunft besser machen?

Themen sind hier zum Beispiel:

  • Lösungen anbieten – positiv formulieren
  • Mit Worten Kinder stark machen
  • Ja, aber…
  • Kritik und Lob
  • etc.

Grenzen setzen und konsequent sein

Ganz ehrlich: mit dem Punkt konsequent sein haben wir alle unsere Probleme. Manchmal ist es eben einfacher nachzugeben. Weil gemütlicher und weniger nervend.

Doch was bedeutet das im Endeffekt? Kinder, die uns auf der Nase herumtanzen? Mamas/Papas, die wütend sind und laut werden?

Das wollen wir alle eigentlich nicht. Also machen wir als Eltern vielleicht etwas falsch. Erster Fehler: wir stellen Regeln auf, an die wir uns selbst nicht halten können/wollen.

Dieses Kapitel hilft dir unter anderem dabei, genau das zu ändern. Stelle Regeln auf, die für alle passen und leicht umzusetzen sind.

Was das Buch noch für dich bereit hält

Um den Beitrag nicht übermäßig in die Länge zu ziehen, zähle ich hier noch die letzten Kapitel des Buches auf. Jedes einzelne ist toll und regt zur Umsetzung an.

  • Mit allen Sinnen erleben
  • Gleich oder gerecht?
  • Checklisten
  • Zeitreise: Ziele werden Wirklichkeit

Fazit

Ich bin von dem Buch begeistert, denn die Autorinnen treffen den Nerv auf den Punkt. Die Lösungsvorschläge sind leicht umzusetzen bzw. anzupassen. Erziehung beginnt nicht bei den Kindern, sondern bei uns selbst.

Wir können wütende Mamas/Papas sein – oder aber Mamas/Papas, die mal was „falsch“ machen, aber davon geht die Welt nicht unter. Und beim nächsten Mal nehmen wir uns selbst bei der Nase und machen es einfach besser. Um gute Vorbilder für unsere Kinder zu sein. Denn sie gucken sich alles von uns ab 😉

Welches Verhalten von dir kannst du bei deinem Kind entdecken? Möchtest du das ändern?

Ich freue mich auf dein Kommentar,
Babsi Hey



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Babsi Hey

Babsi Heindl - Mama, Chefassistentin und auf dem Weg zur Illustratorin. Ich nähe auch unheimlich gern und lesen ist mein Yoga =)

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