einfach essen evolution paleo vegetarisch vegan molekül küche

„Einfach essen!“ von Thomas A. Vilgis – Rezension

Aktuell beschäftigen mich zwei große Themen. Beide davon seit meiner frühen Jugend. Eines davon dreht sich um Ernährung. Im Laufe der Zeit änderte sich natürlich die Sichtweise. Denn schließlich erfährt man gerade in Bezug auf Ernährung beinahe täglich etwas Neues.

Lies „„Einfach essen!“ von Thomas A. Vilgis – Rezension“ weiter
Mein innerer Schweinehund und ich

Mein innerer Schweinehund und ich transformieren uns

Zeit für Transformation … klingt abgedroschen. Aber es ist genau das Wort, das mir jetzt durch den Kopf geht. Ich muss mich transformieren. Und obwohl ich weiß, dass schlaue Menschen einen anderen nicht aufgrund dessen Aussehen beurteilen, ist es mein größter Wunsch, wieder schlank zu sein. Wenn ich wieder schlank bin, dann kommt mein Selbstbewusstsein und vor allem mein Selbstwertgefühl wieder zurück … vielleicht.

Ja, ich beurteile, oder verurteile, mich selbst nur aufgrund meiner Figur. Ich weiß auch, warum das so ist und nein, es hat absolut gar nix mit Medien und Magerwahn zu tun. Bei mir liegt’s in der Kindheit begraben und Dinge die mir gesagt wurden und immer noch gesagt werden.

Nette Aussagen von noch netteren Menschen

  • Na, du stehst auch in einem guten Stall.
  • Kränk‘ dich nicht, du warst schon immer die klane Blade (kleine Dicke).
  • Ich kenn dich nur mollig.
  • Kannst du überhaupt schlank sein?
  • Du fetter Fleischberg.

Und noch einige, sehr nette Sachen mehr. Die meisten davon in meiner Kindheit, die ja wirklich nicht so toll war. Einen Auszug davon findest du übrigens in „Mama, warum bist du traurig?“

Aber doch: ich war schon öfter schlank. Zum Beispiel nach der Geburt von Kind eins. Da ging das fast wie von selbst. Nach Kind Nummer zwei hatte ich auch keine Probleme. Beide Male habe ich in der Schwangerschaft 15 kg zugenommen.

Nach Kind drei hatte ich dann schon größere Probleme. Da hatte ich aber auch weit mehr zugenommen als in den Schwangerschaften davor. Damals dachte ich auch, es wäre eine gute Idee die Hormonspritze zur Verhütung zu nehmen. Ich nahm zu und nicht wieder ab. Auch nicht nach Absetzen der doofen Spritze. Niemand konnte oder wollte mir helfen. Das veranlasste mich, eine Ausbildung zur Ernährungstrainerin zu machen.

Nach Kind vier ist mir irgendwie die Hutschnur gerissen. Mein doofer Körper, der an Fettpölsterchen festhält, die er doch gar nicht braucht. Ich startete mit intermittierendem Fasten. Und nahm ab. In acht Monaten 13 kg. Und ich war so schön schlank wie nach Kind eins.

Bestandsaufnahme

Nachdem ich im vergangenen Jahr einige Probleme hatte, verschrieb mir mein Arzt ganz leichte Anitdepressiva. Auf meine Vermutung, dass ich da wohl fett werden würde, meinte er, dass das nur in ganz seltenen Fällen vorkommt.

Also: ich gehöre zu den ganz seltenen Fällen. Habe knappe 20 kg zugelegt. In nicht einmal 6 Monaten. Weitere Veränderungen: mir fielen die Haare aus, ich speicherte Wasser, bekam schreckliche Hautprobleme (Juckreiz und wässernde Blasen, Pickel, Mitesser und co) war lustlos und träge.

Noch mal zur Erinnerung: Das passiert in nur ganz seltenen Fällen … und ich gehöre wohl dazu.

Die Entwicklung meiner Figur anhand von Hosen.

Wie möchte ich das wieder hinbiegen?

Punkt 1: mit meinem inneren Schweinehund einen Pakt aushandeln. Also bekommt das Tier in mir einen Namen – Ralfi. Ich überzeuge Ralfi, dass ein wenig mehr Fitness und gesundes Essen nicht schadet und ihn ja auch ein wenig fitter macht. Im Gegenzug darf er die Übungen und das gesunde Essen nach seinem Geschmack auswählen. Und wenn er nun einmal nicht auf Brokkoli steht, dann gibt es auch keinen Brokkoli. Wenn ihm das Kraut beim Hals raushängt, dann gibt es eben kein Kraut. Steht er nur auf Äpfel und Bananen, werde ich ihm keine Birne rein zwingen.

  • Kurz: Alles ohne Zwang.

Punkt 2: Meine Ernährung umstellen. Drei hochwertige Mahlzeiten am Tag. Ein tolles Frühstück, ein super Mittagessen und ein kleines Abendessen. Hin und wieder dann vielleicht noch Knabberein wie Chips und Co zum Fernsehabend. Gehört irgendwie dazu. Und so habe ich auch etwas, auf das ich mich hin und wieder freuen kann. Also ich verbiete mir nichts, sondern ich plane das bewusst ein.

  • Also: Verbote sind verboten!

Punkt 3: den Körper kickstarten mit Gymnastik. Da ich so träge war und bin musste ich auch da mit Ralfi verhandeln. Er ist halt schon der g’schmeidig gemütliche Schweinehund. Wir konnten uns allerdings auf Gymnastikübungen einigen. Sogar in einem Online-Fitnessstudio haben wir uns angemeldet 😉

  • Denn: besser 5 min am Tag ein bissl was, als 1440 min am Tag nix (so motiviert mich der beste Ehemann von allen)

Ziel definieren

Der beste Plan bringt nix, wenn du kein bestimmtes Ziel vor Augen hast. Jetzt habe ich lange hin und her überlegt. Was will ich erreichen und über welche Kennzahlen will ich das überprüfen?

Ich habe mich für eine Diagnose-Waage entschieden. Denn auch wenn diese Dinger nicht genau sind, können sie sehr wohl einen Fortschritt anzeigen.

Zusätzlich habe ich das Maßband bzw. merke ich ja, wenn ich in meine Hosen wieder hineinpasse. Und mein erstes Ziel ist es, unter 90 kg zu kommen. Eine Zeitvorgabe möchte ich nicht machen. Denn mein Körper braucht jetzt bestimmt seine Zeit, um wieder so zu funktionieren, wie vor den Antidepressiva. Schließlich ist jede Form von Medikamenten ein Eingriff in die Natur.

Bist du dabei?

Ich werde also in regelmäßigen Abständen meinen Fortschritt hier dokumentieren. Aber nicht nur das. Ein ganz neue Kategorie ist mit dieser Idee geboren. Und da findest du weit mehr als meinen Fortschritt.

Ich werde dich über gesunde Rezepte informieren, die selbst meine Kids lieben. Über Übungen und Fitnessgeräte wirst du Beiträge finden. Auch über unterschiedliche Diäten, die ich selbst schon ausprobiert habe oder jemand anderes (vielleicht du?)

Die Kategorie heißt Gesund und Fit und genau darum wird es hier in Zukunft auch gehen 😉

Ich freue mich schon sehr darauf und bin gespannt, was daraus wird.

Hast du selbst Fitnesserfahrung und möchtest darüber berichten? Oder hast du ein absolutes Lieblingsrezept, das ich unbedingt ausprobieren sollte?

Ich freue mich auf dein Kommentar oder deine Mail.

Wir lesen uns =),
Babsi Hey


Meinen Fortschritt und anderes Bla findest du auch auf Facebook oder Instagram. Ich freue mich darauf, dich da zu treffen.


Titelbid und/oder Beitragsbilder von pixabay.com


mama mit depression

Was ich im Zusammenhang mit Depressionen nicht mehr hören kann

Nun ist es kein Geheimnis. Ich habe mich geoutet und jetzt wissen viele, dass ich ein paar Baustellen habe. Ich leide an einer Angststörung, die sich mal mehr und mal weniger stark äußert. Zusätzlich habe ich Depressionen und im vergangenen Jahr schmuggelte sich noch ein hypochondrischer Schub dazu.

Lies „Was ich im Zusammenhang mit Depressionen nicht mehr hören kann“ weiter
Arbeiten im Homeoffice

Arbeiten im Homeoffice – Wie ist das?

Nun ist es ja kein Geheimnis mehr. Ich habe mich als Texterin selbständig gemacht. Mein Arbeitsplatz ist hauptsächlich zuhause. Ich bin ein Homeworker. Jetzt kommt ein Aber. Aber ich bin schon länger von zuhause aus tätig. Nur vorher war ich nicht selbständig. Vor der Geburt von Mad Max war ich auch schon im Homeoffice tätig. Ich war für eine Marktforschungsfirma tätig. Meine Aufgabe war es Fragebögen auf ihre Gültigkeit zu prüfen, zu nummerieren und in eine Datenbank einzuspeisen.

Lies „Arbeiten im Homeoffice – Wie ist das?“ weiter
me-time

Me-Time – Mit vier Kinder?

Me-Time – Mit vier Kinder. Geht das überhaupt? Diese Frage bekomme ich so hin und wieder gestellt. Denn es ist doch so, dass Mamas ganz allgemein sehr wenig Zeit für sich alleine haben. Das ist natürlich auch bei mir so. Allerdings macht es ab zwei Kinder kaum mehr einen Unterschied, wie viele Kinder du hast. Es ist schwierig, aber machbar. Ich zeige dir, wie meine Me-Time aussieht.

Me-Time mit vier Kinder

Wie du dir sicher vorstellen kannst, ist es kein leichtes Unterfangen. Doch es ist wirklich wichtig. Sonst funktionierst du irgendwann einfach nur mehr. Aber Leben ist das dann keines mehr. Ich weiß das, denn das habe ich auch schon durch. Man muss sich als Mama ganz einfach Zeit freischaufeln. Da darf und sollte man sogar wirklich egoistisch sein. 

Das geht aber nur mit Unterstützung. Auch bei mir ist das so. Ein wenig Planung gehört dazu und ein Partner (also Ehemann, Eltern, Schwiegereltern,…), der dich auch unterstützen will. Wenn du so einen Partner gefunden hast, dann steht einer regelmäßigen Me-Time, selbst mit vier Kindern, nichts mehr im Weg.

Ich habe solche Partner und das finde ich wirklich toll. Dankbarkeit ist hier sogar der falsche Ausdruck, denn ich bin mehr als nur dankbar 😉 Diese Partner habe ich die ganze Zeit an meiner Seite. Nur genutzt habe ich sie so gut wie nie. Ich stand meiner Me-Time selbst im Weg. 

Mama, steh‘ dir nicht selbst im Weg

Der Grund, warum ich sehr lange meine Partner nicht genutzt habe, war der, dass ich dachte: „Ohne mich geht es einfach nicht.“ So, halte dich fest, auch wenn du das jetzt nicht hören willst: Doch, es geht auch einmal ganz ohne Mama. 

Ist ja nicht so, dass du nicht wieder kommst. Man geht zumindest davon aus. Passieren kann leider immer was. Aber das können wir nicht ändern. Das ist etwas, das so ganz und gar nicht in unserer Macht liegt. Bevor du also Me-Time dazu nutzen kannst, wofür sie steht, musst du dich von dem Gedanken trennen, es würde ohne dich keine 10 Minuten gut laufen.

Es läuft auch ohne dich. Die Kinder sind gut aufgehoben bei Papa, Oma, Opa, Schwester, wem auch immer. Klar, die Regeln sind dann lockerer als dir das lieb ist. Aber auch das macht nicht wirklich was. Die Kinder dürfen ruhig lernen, dass andere Menschen andere Ansichten haben. Regeln, die dir besonders wichtig sind, kannst du mit der Person, die auf die Kinder aufpasst, schon im Vorfeld abklären. 

Dann musst du nur noch die gewonnene Zeit für dich nutzen. Mit dem, was dir Spaß macht. Bei mir läuft das so ab: Sind die Kinder über ein Wochenende bei Oma, dann koche ich zum Beispiel nicht. Morgens genieße ich mein Frühstück. Der Kaffee ist heiß und ich muss nicht gefühlte 100 Mal aufstehen, weil ich das Frühstück der Kinder nicht „richtig“ gemacht habe. Dann „kultiviere“ ich mich schon mal für eine Stunde oder so. Vielleicht lege ich ein Nickerchen ein. 

Ich schaue mir schon am Nachmittag Serien an, die nicht für Kinder geeignet sind oder ich starte die Konsole. Manchmal fahre ich mit meinem Mann shoppen und danach ein gemütliches Essen im Restaurant. Und manchmal machen wir einfach gar nichts. Weil das auch gut tut. Wenn man sowieso immer und ständig was macht, warum dann einfach einmal gar nichts machen und einfach in den Tag hinein leben?

Man muss nicht die Zeit mit Aktivitäten vollstopfen. Als Mama ist die Zeit ohnehin mit Aktivitäten vollgestopft. Das musste ich übrigens auch erst einmal lernen. Vorher war es so, dass ich nach der Me-Time kaputter war als vorher. Auch nicht lustig 😉

Me-Time für Zwischendurch

Dass unsere Kinder wirklich ein ganzes Wochenende bei Oma sind kommt maximal einmal im Monat vor. Das ist dann natürlich super, aber hätte ich nur die zwei Tage, dann wäre das auch zu wenig. Also muss ich so auch schauen, dass ich genug Auszeiten bekomme. Da mein Mann gerade zuhause ist (die Sache mit der Jobsuche habe ich im Beitrag „Das regt mich auf! – Stellenausschreibungen“ schon erzählt) geht es leichter auch Me-Time für Zwischendurch zu haben.

Da nehme ich mir 30 Minuten und ziehe mich zurück. Mache einfach gar nichts. Wenn das Wetter sonnig und warm ist gehe ich in den Garten und genieße eine Tasse Kaffee. Wenn das nicht geht, dann ziehe ich mich ins Schlafzimmer zurück und höre Musik. Die Möglichkeiten sind vielfältig. 

Wenn der Partner nicht zuhause ist

Die Zeit zwischen „Die Kinder schlafen“ und „Ich geh‘ jetzt schlafen“ nutze ich auch ganz oft nur für mich. Manchmal mit meinem Mann. Da lese ich etwas oder surfe ganz in Ruhe durchs Netz. Oder ich zeichne und gestalte Dinge. Wie ich halt Lust habe.

Wann nimmst du dir Zeit für deinen Partner?

Mein Mann geht hier wirklich etwas unter. Aber ich nehme mir fast immer dann Zeit für ihn, wenn er mich gerade braucht. Aber in diesem Beitrag soll es gar nicht so sehr um die Zeit mit dem Partner gehen (bei vier Kinder kann die Partnerschaft tatsächlich zu kurz kommen), sondern es geht hier um die Möglichkeiten der Me-Time. Mama braucht einfach auch Zeit für sich. Das muss auch der Lebenspartner so akzeptieren. 

Wie wir als Paar den Alltag stemmen und schauen, dass wir auch als Paar nicht zu kurz kommen, möchte ich in einem anderen Beitrag erzählen. Dass unsere Ehe schon einmal an der Kippe stand, habe ich im Beitrag „Neue Wege“ erzählt. 

Me-Time mit vier Kinder ist einfacher, als man sich das vorstellt. Spontan geht natürlich nichts, aber mit Planung und starke Partner an der Seite, schafft man auch das.

Wie sieht deine Me-Time aus? Wie oft gönnst du dir Zeit nur für dich?

Deine Babsi


(Titelbild von pixabay.com)