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„Einfach essen!“ von Thomas A. Vilgis – Rezension

Aktuell beschäftigen mich zwei große Themen. Beide davon seit meiner frühen Jugend. Eines davon dreht sich um Ernährung. Im Laufe der Zeit änderte sich natürlich die Sichtweise. Denn schließlich erfährt man gerade in Bezug auf Ernährung beinahe täglich etwas Neues.

Wieder ist man auf etwas draufgekommen, wieder ändern sich die Empfehlungen. Du kennst das ja. Was vor 10 Jahren noch als gesund galt ist plötzlich der Nagel zum Sarg. Gefühlt gestern noch sollte man den Verzehr von Eiern reduzieren, heute weiß man, dass das so nicht ganz richtig ist.

Das Gebiet der Ernährungswissenschaften ist aber auch noch relativ jung. Das muss ich hier einmal ganz ehrlich anschneiden. Und in der Wissenschaft – egal ob jung oder schon lange ein Forschungsgebiet – ändert sich einfach schnell alles.

Mittlerweile gibt es unzählige Ernährungsempfehlungen für die unterschiedlichsten Bedürfnisse. Abnehmen, Zunehmen, Fett abbauen, Muskel aufbauen, Kondition steigern, Konzentration fördern und so weiter. Irgendwie verliert man den Überblick. Und was ist für einen selbst das Beste? Ja, das kann dir keiner so genau sagen.

Intuitives Essen und Trainieren

Das ist gerade mein Thema. Damit setze ich mich seit ein paar Wochen auseinander. Allerdings werde ich hier und heute nicht näher darauf eingehen. Sache ist, dass ich dadurch wieder neue Sachen lerne und erfahre. Ich selbst mache die ersten positiven Erfahrungen damit.

Doch ich stelle mir immer wieder die Frage: Wie war das denn früher? Wie lebte der Mensch? Wie kochte er? Wie entwickelte sich unsere heutige Esskultur?

Einfach essen! – Ein Buch mit Antworten

Der Autor des Buches, Thomas A. Vilgis, geht diesen Fragen auf den Grund. Mit seinem Buch, das im Hirzel Verlag erschien, möchte er mit Wissen gegen den Ernährungswahn in unseren Köpfen ankämpfen.

Er untersuchte, wie sich die Menschenaffen vor 4,5 Millionen Jahren ernährten. Wie du dir nun sicher vorstellen kannst, bestand die Ernährung aus Rohkost. Gegessen wurde, was die Natur hergab. „Ich hab keinen Bock auf Grünzeug!“ gab es nicht. Schließlich wollte man den nächsten Tag erleben.

Im Buch wird sich von diesem Zeitpunkt an bis in die heutige Zeit vorgehangelt. Es wird erklärt – einfach und teilweise humorvoll bildlich – wie die Entwicklung stattfand und warum wir heute nicht mehr so leben können, wie unsere (urzeitlichen) Vorfahren.

Er zeigt uns auch, welche Probleme mit Schadstoffen in der Ernährung der Mensch hatte und welche wir aktuell haben.

Außerdem stellt er fair und mit kritischem Blick verschieden gängige Ernährungsformen gegenüber.

Früher – heute – morgen

Der Autor bietet aber nicht nur einen Rückblick und eine Bestandsaufnahme. Nein, er geht einen Schritt weiter und fasst die Erkenntnisse zusammen. Somit kann er einen Blick in die Zukunft werfen.

Wie wird der Mensch der Zukunft sich ernähren? Welche Esskulturen werden entstehen?

Dabei zeigt er, dass die Zukunft schon heute stattfindet. Nachhaltigkeit ist hier genauso Thema, wie das Zubereiten von Käfer. Auch das Kunstfleisch wird unter die Lupe genommen.

Rezepte

Für Interessierte, die auch mal gerne etwas in der Küche ausprobieren, finden sich zu jeder Epoche passende Rezepte. Vom rohen Lauch, wie ihn die Urmenschen verzehrten bis hin zum selbst gemachten Pastinakenjoghurt, wie wir ihn zubereiten sollten, findet man eine bunte Palette an kreativen und außergewöhnlichen Rezeptvorschlägen.

Fazit

Der Autor hat hier ein Ernährungsbuch mit geballtem Wissen aus der Forschung verfasst. Es ist leicht verständlich für jede(n) Interessierte(n) geschrieben. Es liefert wertvolle Einblicke und spannende Ausblicke, was das Thema Essen und Esskultur betrifft.

Es ist sicher für jeden Interessant, der das ganze Thema einmal rundum betrachten möchte und so vielleicht auf Dinge draufkommt, die man so nirgendwo anders findet.

Welche Themen (außer das große C) beschäftigen dich aktuell?
Interessiert dich Ernährung so wie mich oder isst du einfach was Spaß macht und gut schmeckt?

Ich freue mich auf dein Kommentar,
Babsi Hey


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