Fotografie für Einsteiger

Fotografie Einsteiger

Hier schreibt Hannes. Keine Ahnung wer ich bin? Könnt ihr hier nachlesen. In Zukunft findet ihr im Blogazin mein Bla über die Fotografie. Dabei geht es mir darum, euch zu zeigen, was alles möglich ist und warum ein Foto ist, wie es eben ist. Aber nun zur Sache:

Wir kennen es alle, unsere Kinder machen gerade etwas besonders Süßes oder etwas Witziges und wollen dies in einem Bild festhalten. Das natürlich in möglichst guter Qualität.
Aber auch wenn ihr einfach nur gerne Bilder eurer Kinder machen wollt, seid ihr hier richtig.

Die Kameras unserer Zeit

Heutzutage haben wir ja viele Möglichkeiten Bilder aufzunehmen wie zBsp. Smartphone’s, Kompaktkameras, Systemkameras, Bridgekameras und Spiegelreflexkameras.
Wobei es ziemlich egal ist, mit welchem dieser Geräte ich ein Bild schieße – am Ende haben wir ein Foto. Klar, die Qualität und die technischen Möglichkeiten sind nicht alle die selben, aber Fotos macht jede Kamera.
Jede dieser Kameras arbeitet mit den selben Parametern – der Blende, dem ISO-Wert und der Verschlusszeit (worauf wir etwas später näher eingehen werden)

Um unsere Kameras etwas besser zu verstehen, muss man sich die Frage stellen:

Was ist Fotografie?

  • Foto = Licht
  • grafie = malen
  • Fotografie = malen mit Licht

Für ein Foto benötigen wir also Licht. Was uns zu dem Punkt bringt dass weiße (helle) Flächen mehr Licht reflektieren und schwarze (dunkle) Flächen weniger Licht reflektieren.

Es klingt jetzt sicher verdammt blöde, aber es ist immens wichtig 😀

Ich möchte in diesem Beitrag nicht zu sehr in komplizierte Technik reinblicken sondern euch vielleicht ein paar Fragen beantworten die ihr euch bei so manchem Foto gestellt habt.

Nochmal zu den Flächen 🙂

Fotografiere ich eine schwarze Wand so wird diese Grau und fotografiere ich eine weiße Wand wird diese ebenfalls Grau.
Warum? Unsere Kameras sind auf ein 18% Grau kalibriert somit werden dunkle Flächen überbelichtet und helle Flächen unterbelichtet.
Sobald sich aber mehr Objekte sich auf dieser Wand befinden, wie ein Bild, ein Regal, usw. so bezieht unsere Kamera diese ins Bild und die Belichtungsmessung ein.

Gerade Smartphones arbeiten mit einer Belichtungsmessung Namens – Mehrfeldmessung (Matrixmessung) was bedeutet dass unsere Kamera versucht alles im Bild halbwegs gleich zu belichten.
Weshalb ich euch hier mit solch faden Dingen quäle erkläre ich euch in einem kleinem Beispiel:

Wir stellen unser Kind vor eine dunkle Wand und machen ein Foto. Wir haben im Bild 60%Wand und 40% Kind und somit probiert die Kamera auch die Wand aufzuhellen womit das Kind etwas überbelichtet wird.
Kleiner Tipp: Lieber zu Dunkel → als zu hell, denn überbelichtete Fotos kann man nicht mehr so gut bearbeiten.

Fragen & Antworten

Meine Bilder sind so verrauscht und pixelig!

Der Grund dafür ist der ISO-Wert, in dunklen Bereichen (Umgebungen) macht er das Bild heller.
Der Standard-Wert ist ISO-100, wenn es aber zu Dunkel ist drehen viele Kameras den Wert Automatisch hoch was aber zu einem Qualitätsverlust führt, da dieser durch die integrierte Software das Bild aufhellt.
Was kann man dagegen tun? Lichtquellen hinzufügen wie zBsp.: eine Lampe einschalten, die Rollo öffnen und die Sonne herein lassen, oder mit dem Kamerablitz blitzen.

Meine Kinder sind auf den Bildern so verschwommen!

Der Grund dafür ist die Verschlusszeit – In dieser Zeit fängt unsere Kamera das Licht ein.
Bei vielen Kameras (sogar Smartphones) wird dies im Bruch dargestellt zBsp.1/50s (eine fünfzigstel Sekunde), 1/100s (eine hundertstel Sekunde), 1/250s (eine zweihunderfünfzigstel Sekunde).
Da Kinder aber immer gerne zappelig sind und sich schnell bewegen ist es ratsam den Wert auf über einer hunderstel Sekunde zu belassen 🙂
Wenn es zu Dunkel ist kann man den ISO-Wert erhöhen (Achtung Qualitätsverlust) oder die Blende öffnen.

Was ist die Blende und was macht sie?

Die Blende kann man bei vielen Kameras öffnen und schließen und wird durch ein „f“ dargestellt (zBsp. F1.8 – f5.6 – f8.0 uvm.)

Durch eine offene Blende (kleiner Wert zBsp. f1.8) wird der Hintergrund bei einem Portrait unscharf – man nennt dies eine geringe Schärfentiefe.

Bei einer geschlossenen Blende (hoher Wert zBsp. F8.0) wird der Hintergrund bei einem Portrait schärfer und erkennbarer – man nennt dies eine hohe Schärfentiefe.

Es kann bei einer offenen Blende auch mehr Licht auf unseren Sensor treffen als bei einer geschlossenen Blende.

Will ich also ein helleres Bild → Blende öffnen
Will ich allerdings ein helleres Bild aber die Tiefenschärfe beibehalten – Verschlusszeit verringern oder ISO-Wert anheben

Einfacher, als es jetzt klingt

An alle die es bis zum Ende meines Beitrags geschafft haben ein großes Lob 🙂 Gerne stehe ich euch für Fragen zu Verfügung.
Dies war nur ein kurzer, grober Einblick in die Fotografie.

Aber lasst euch nicht abschrecken – mit der Zeit wird es einfacher.

Wenn ihr bei der Automatik-Funktion eurer Kamera bleibt wisst ihr ein wenig darüber Bescheid, warum das Bild nun mal so ist wie es eben ist.

Auf bald,
Hannes


Hannes Edinger Chaoshoch6

Hannes kam in Wien zur Welt, wuchs im Weinviertel auf und zog mit seiner Volljährigkeit ins Waldviertel. Er ist Papa von 4 Kindern und lebt mit seiner Frau und dem jüngsten Sohn zusammen.

Beruflich ist er Grafik- und Webdesigner und arbeitet zusätzlich als Bestatter. Seine Hobbys sind die Fotografie, die Welt ein wenig besser machen indem er regelmäßig Müll sammelt und die Musik (hören und selber machen).

Mehr über Hannes


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