Hausaufgaben können nervenaufreibend sein – das mussten wir mit Mad Max erleben.
Bis zum Elternsprechtag ging es täglich drunter und drüber.
Doch ein kleiner Perspektivwechsel veränderte alles.
Das erfährst du über unser Drama
Hausaufgaben? Schon als Kind mein Endgegner
Ich habe Hausaufgaben gehasst – schon als Kind.
Ich verstand nicht, warum man nach einem halben Tag Schule auch noch daheim lernen musste.
Als ich die Schule hinter mir hatte, war ich sicher:
Nie wieder Stress mit Hausaufgaben!
Tja – falsch gedacht.
Mit Kind Nr. 1 lief alles easy – dann kam Mad Max
Mit meinem Großen waren Hausaufgaben nie ein Thema.
Er setzte sich hin, machte sie, fertig.
Ich war verwöhnt – und dann kam Mad Max.
Mit ihm war plötzlich alles anders.
Hausaufgaben wurden zum täglichen Drama:
- Er brauchte ewig, um überhaupt anzufangen
- Wir stritten schon zwei Mal, bevor er seine Sachen ausgepackt hatte
- Er trödelte weiter, bis ich kurz vorm Durchdrehen war
- Dann – endlich – fing er an.
Das tägliche Drama am Küchentisch
Lesen? Kein Problem. Schreiben? Auch nicht.
Aber Mathe?
Katastrophe.
Nicht, weil er es nicht konnte – er rechnete schnell und richtig.
Sondern weil er einfach nicht wollte.
Wochenlang der gleiche Zahlenraum, immer dieselben Rechnungen.
Er war gelangweilt, blockierte, wehrte sich – und am Ende gab es Tränen.
Seine. Meine. Manchmal beide.
Diese Hausaufgaben, die andere Kinder in 30 Minuten schaffen, zogen sich bei uns über den ganzen Nachmittag.
Kein Spielen, kein Rausgehen, keine gute Stimmung.
Ich fühlte mich wie eine schlechte Mutter, weil ich ständig schimpfen musste.

Mein emotionaler Tiefpunkt
Eines Abends saß ich da und weinte.
Weil ich nicht mehr wusste, was ich tun sollte.
Weil ich nicht mehr die Mama war, die ich sein wollte.
Und weil ich einfach nicht verstand, warum das so ein Drama sein musste.
Elternsprechtag: Der Tag, der alles änderte
Dann kam der Elternsprechtag.
Mein Mann übernahm das Gespräch mit der Lehrerin – und brachte überraschende Erkenntnisse mit nach Hause.
- Nein, es liegt nicht an ADHS (wie manche Verwandte schon getuschelt hatten)
- Ja, sie hatte bemerkt, dass Mad Max sich verweigert
- Ja, er kann die Aufgaben, aber er langweilt sich
- Ja, sie möchte mit ihm anders arbeiten – aber erst, wenn klar ist, wo seine Stärken liegen.
Denn die Lehrerin vermutete: Mad Max könnte hochbegabt sein.
Unsere neue Strategie – und warum sie wirkt
Das war der Moment, in dem ich alles anders machte.
Ich nutzte seine Eigenschaften – Wettbewerbsliebe, Ehrgeiz – zu unserem Vorteil.
Seitdem rechnen wir um die Wette.
Wer schneller ist, hat gewonnen.
Plötzlich geht alles schneller.
Es gibt weniger Tränen.
Wir lachen sogar manchmal beim Rechnen.
Hochbegabung?! Erstmal durchatmen
Der Verdacht auf Hochbegabung hat mich im ersten Moment überrollt.
Aber inzwischen sehe ich:
Es erklärt vieles.
Wir warten jetzt auf weitere Tests, damit die Lehrerin gezielter mit ihm arbeiten kann.
Bis dahin bleibt vieles beim Alten – aber die Stimmung ist eine andere.
Meine Bedenken zur Hochbegabung kannst du hier nachlesen.
Update: Mad Max ist nicht hochbegabt, aber doch über den Durchschnitt. Das ist bis heute so geblieben. Allerdings ist er jetzt bereits älter und reifer. Er kann damit eindeutig besser umgehen, als damals in der Volkschule (Grundschule).
Heute
Heute klappt es deutlich besser.
Nicht perfekt, aber wir haben einen Weg gefunden, der für uns funktioniert.
Und das ist die Hauptsache.
Wenn du auch mit dem Hausaufgaben-Stress kämpfst, möchte ich dir Mut machen:
Es gibt einen Weg da raus.
Und falls du wissen willst, welche fünf Strategien uns langfristig geholfen haben, das Thema komplett zu entschärfen, dann lies unbedingt hier weiter:
➡️Hausaufgaben ohne Stress – unsere 5 Strategien für entspannte Nachmittage
Du bist dran:
Wie läuft es bei euch mit den Hausaufgaben?
Drama, Entspannung oder irgendwas dazwischen?
Ich freue mich schon jetzt auf dein Kommentar,
Babsi, die Chaosbloggerin mit Herz
Dieser Artikel erschien 2017 zum ersten Mal und wurde 2025 überarbeitet.
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