Achte auf deine Ernährung! – Ja, aber wie?!

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Ja, die Sache mit der Ernährung. Aber keine Sorge, hier kommt jetzt kein verwirrender Beitrag über die richtige Ernährung. Denn die richtige Ernährung gibt es sowieso nicht, denn Ernährung ist immer individuell. Das ist auch schon der Knackpunkt. Ernährung ist individuell.

Ich musste jetzt meine Ernährung umstellen. Nein, meine Chips stehen immer noch rechts vom Laptop, denn links ist gar kein Platz. Aber ich musste meine Ernährung auf einen neuen Lebensumstand umstellen. Oder anpassen. Anpassen finde ich hier sogar für den besseren Begriff.

Machst du jetzt Diät?

Nein, ich mache keine Diät. Diäten sind nichts (für mich)! Ich habe ja schon öfter erwähnt, dass ich eine Ausbildung zur Ernährungstrainerin genossen haben. Mir fehlt eigentlich nur noch die letzte Prüfung. Andere Geschichte 😉 Aber was ich im Zuge der Ausbildung gelernt und verinnerlicht habe:

  1. Kalorien zählen kann man machen, muss man aber nicht.
  2. Auf Kohlehydrate kann man achten, muss man aber nicht.
  3. Eiweiß kann man im Auge behalten, muss man aber nicht.
  4. Also sind die Diäten, die auf die Reduzierung auf eines der drei Punkte abzielen, zwar hilfreich beim Abnehmen, aber nicht hilfreich, um gesund zu sein.
  5. Folglich sind die Diäten, wie sie uns heute verkauft werden, total überflüssig und es wäre wichtiger, wieder in einen gesunden Lebens- und Essrhythmus zu finden.

Also ich mache keine Diäten mehr, sondern ich passe an. Und eine Ernährung anpassen ist viel leichter mit der Familie zu vereinbaren, als eine Diät. Denn ich verzichte auf absolut NICHTS. Wenn ich ein Eis will, dann nehme ich mir ein Eis. Wenn ich bock auf Sahnetorte habe, dann esse ich auch mal zwei Stück und so weiter.

Wieso und wie passt man denn an?

Mein Beispiel: Nach der Geburt von Mupfel habe ich 13 kg abgespeckt. Durch besseres, bewussteres Essverhalten, intermittierendes Fasten und zusätzlicher Bewegung. Ja, zusätzlicher Bewegung. Wir Mütter neigen dazu, uns einzureden, wir brauchen keine zusätzliche Bewegung, denn mit Kindern haben wir Bewegung genug. Bedingt stimmt das auch. Es stimmt nämlich am Anfang. Danach hat sich der Körper daran gewöhnt und zählt es einfach zur Alltagsbewegung. Hier könnte ich ausschweifen und einen Ausflug zum PAL Wert machen, aber dann wird es hier unübersichtlich. Also zurück zum Abspecken. Ich war total begeistert davon, denn ich machte keine Diät im herkömmlichen Sinne. Sondern habe einfach darauf geachtet, was ich wann esse und wie viel davon.

Doch dann änderte sich meine Situation im vergangenen Jahr im Sommer. Plötzlich bewegte ich mich wieder weniger, weil durch den Blog und den ganzen anderen Projekten eigentlich sehr viel am Schreibtisch sitze. So, Bewegung weniger, Essen blieb gleich. Und seit dem bin ich wieder rundlicher geworden. Ich schwanke zwischen 4 und 6 Kilo rundlicher. Nicht lustig.

Also musste ich meine Ernährung an den neuen Umstand anpassen. Anpassen mit Kinder im Haus ist super einfach. Ganz ehrlich. Denn sie können das essen, was du kochst. Sie können bei Bedarf Nachschlag haben und sie können das selbe snacken wie du. Weil es eben keine Diät ist, bei der man auf irgendetwas verzichtet. Verbote gibt es nicht.

Wie geht das denn?

In meinem Fall ist das schnell und einfach erklärt. Nachdem ich hauptsächlich sitze und sehr viel Hirnarbeit leiste, brauche ich eine Ernährung, die mir viele essentielle Fettsäuren liefert (zB Nüsse) und mich lange satt macht durch Balaststoffe, weil ich ja nicht unbedingt viel zusätzliche Energie brauche.

So, nun ist es so, dass 3 von vier Kinder eigentlich die selbe Ernährung brauchen, weil sie Schüler sind bzw in den Kindergarten gehen. Den Zusatz, den das Kindergartenkind braucht liefert die Lunchbox und der ganz kleine Mupfel ist sowieso zuhause und hat jeder Zeit Zugang zu den Dingen, die er gerade möchte.

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Hier mein neuer Ernährungsplan für die ganze Familie.

Schwupps, fertig ist die Anpassung der Ernährung auf eine neue Lebenssituation. Jeder bekommt, was er braucht und bleibt gesund und munter.

Anpassen statt Diät bringt gute Laune

Wenn ich heute meine Ernährung anpassen muss, weil ich sonst zu reich an Hüftgold werde und zu arm an passender Kleidung, mache ich tatsächlich keine Diät. Diäten sind immer mit Verboten und Verzichten verbunden. Das frustriert und ist zum Scheitern verurteilt. Du kennst das vielleicht von deinem Kind. Wenn etwas verboten ist, dann macht es das mit 100 %iger Sicherheit. Da sind wir uns einig. Also wird selten etwas Verboten, aber immer erklärt. Weil es so einfach besser klappt. Besser, nicht perfekt 😉 So ist das mit Essen auch. Wenn du dir jetzt Schokolade verbietest, dann wird der Hunger immens groß darauf. Teilst du dir die Schokolade aber vernünftig ein, wirst du damit klar kommen. Also binde Schokolade (wenn du sie magst) in deinen neuen Ernährungsplan mit ein. 

Daher bringt das Anpassen an neue Umstände gute Laune. Weil du dir ganz einfach nichts verbieten musst. Ein Vernünftiger Umgang steht hier im Vordergrund. Und deine Kinder lernen dabei fürs Leben. Denn sie wachsen damit auf, dass es nicht sinnvoll ist, etwas nicht zu tun. Man kommt besser zu einem dauerhaften Erfolg, wenn man das eigene Verhalten anpasst. 

Dein Ziel sollte ein gesunder Körper und nicht ein schlanker Körper sein. 

So… jetzt hör’ ich hier auf und genehmige mir einen Schokoriegel 😉

Wie stehst du zu dem Thema Diät? Hast du schon Erfahrungen gemacht mit Diäten? Wie waren die?

Deine Babsi


Ein Ernährungsplan hilft auch gut bei der Erstellung eines Speiseplans. Was ein Speiseplan bringt, kannst du hier lesen.

Titelgrafik ist von Canva

6 Kommentare

  1. Toller Post und eine super Einstellung die du uns hier präsentierst! Ich bin auch kein Fan von Verboten und noch weniger von Diäten, denn oft steigern sie die Frustration. Wenn man selbst merkt, dass etwas in der eigenen Ernährung nicht so ganz passt, ist Anpassung die beste Methode!
    Auch finde ich es gut, dass du den Faktor Bewegung betonst. Viele denken, sie müssten nur auf alles mögliche verzichten und alles klappt von alleine. Das Ergebnis zeigt dann aber etwas anderes.
    Liebe Grüße Jenny

    1. Hallo Jenny,
      danke für dein Lob 🙂
      Ich habe ja leider einige Jahre Diäterfahrung auf dem Buckel und habe also auf die harte Tour gelernt, dass das nicht die beste Lösung ist. Schnell vielleicht, gesund ganz sicher nicht. Nicht für den Körper und nicht für den Geist 😉
      Bewegung ist ganz wichtig und wird so oft unter den Teppich gekehrt. Ich selbst finde ja, dass ich in diesem Beitrag immer noch zu wenig darauf eingegangen bin.
      Aber in Zukunft möchte ich sowieso öfter über Ernährung und Bewegung schreiben 😉
      Liebe Grüße Babsi

  2. Hallo liebe Babsi,
    wieder ein super Beitrag!
    Ich mag deine Einstellung! Ich finden Diäten auch doof und sinnlos, wichtiger ist eine Umstellung der Ernährung.
    Ich stell mich auch gerade wieder um. Mit meinem Gewicht hatte ich nie Probleme, nach der Schwangerschaft war ich schnell wieder schlank, hatte ja auch genug zu tun mit den Zwillingen. Und dann, dann kam der Tag an dem die 2 pflegeleicht wurden, regelmäßig geschlafen haben und ich plötzlich Zeit zum Naschen und wieder Zeit zum Essen hatte, aber weniger Bewegung. So hab ich in kurzer Zeit 4kg zugenommen, deshalb wird jetzt wieder umgestellt.
    LG Manu

    1. Hallo Manu,

      danke 🙂 Dein Lob für den Beitrag freut mich wirklich sehr <3
      Ich hatte diese Einstellung leider eine Zeit lang gar nicht und das endete eigentlich in einer Katastrophe. Erst dann fand ein Umdenken bei mir statt.
      Mein Gewicht war eigentlich auch immer in Ordnung, doch dann meinte ich, ich müsste Diät machen und seit dem... naja. Vielleicht gibt es da dann irgendwann einen eigenen Beitrag dazu. Im Beitrag “Ich steh zu mir?” habe ich diese Problematik auch schon einmal angeschnitten 😉
      Finde ich toll, dass du auch lieber Umstellungen machst oder Anpassungen, als sinnlose Diäten. Und es ist ja wirklich dann leichter mit der Ernährung der Kinder unter einen Hut zu bringen, als so eigenartige “Das-darfst-du-nicht-essen-Diäten”.

      Liebe Grüße Babsi

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