Kartoffelpuffer

Hier erwartet euch jetzt kein Rezept für Kartoffelpuffer. Auch kein geschichtlicher Hintergrund darüber, wie es zum Kartoffelpuffer kam. Tut mir leid. Nein, das wird mein Beitrag zur Blogparade von Sabine. Sie fragte nämlich nach, welches Gericht man nicht so hinbekommt, wie Oma, Mama, Schwiema,… Ihre Parade findet ihr hier essen wie bei muttern – blogparade (Link öffnet im neuem Tab).

Also ich kann eigentlich relativ gut kochen. Es gibt Sachen, die kann ich echt super gut kochen, bei anderen fehlt es noch ein wenig an Übung. Ich koche nicht mit Pülverchen und Fix-Tüten. Hab ich zwar einmal, aber seit einigen Jahren findet man solche Produkte nicht mehr in meiner Küche. Somit bleibt jedes Gericht eine geschmackliche Überraschung, denn es schmeckt nie wie zuvor. Aber eigentlich immer gut. Ich koche auch selten nach Rezept. Das geht meistens in die Hose.

Es gibt einige Gerichte aus meiner Kindheit, die ich echt toll nachkochen kann und die auch immer so schmecken, wie damals. Wenn nicht sogar besser. Auch Speisen, die mein Chaos-Mann als Kind gerne gegessen hat, kann ich mittlerweile ganz gut nachkochen. Bei manchen Sachen sagt er sogar “Besser als damals”, was mich natürlich super stolz macht.

Doch eine Sache gibt es, die bekomme ich beim besten Willen nicht hin. Meine Mama macht die besten Kartoffelpuffer im ganzen Waldviertel. Und ich sag das nicht nur, weil sie meine Mama ist. Das sagen auch andere Leute. Wir hatten einmal eine Imbissbude. Und da gab es manchmal so Specials. Da kochte meine Mama die unterschiedlichsten Gerichte. Und wenn es Kartoffelpuffer gab, da waren die schon verkauft, bevor sie überhaupt gemacht waren. Die Leute liebten ihre Puffer. Manche kamen von weit her, um Kartoffelpuffer von Angie (so nannten sie alle) zu ergattern.

Als ich dann ausgezogen bin von zuhause, da freute ich mich immer, wenn Mama uns zum Essen eingeladen hat und es gab Kartoffelpuffer. Ist eigentlich immer noch so. Meine Mama hat mir gefühlt 1000 Mal gezeigt, wie sie die Puffer macht. Welche Würze und wie viel davon. Wie lange im Fett und auf was ich achten muss. Es ist wirklich keine Wissenschaft. Es ist total einfach, ganz ehrlich. Aber ich bekomme sie einfach nicht hin. Nie, wirklich NIE, schmecken sie so wie bei Mama.

Was ich schon alles versucht habe, damit sie auch so werden. So würzig, innen so fluffig und saftig, außen schön knusprig. Alles habe ich schon versucht. Gleiche Kartoffelsorte, ähnliche Pfanne, das gleiche Öl… Ich bekomme es nicht hin. Meine sind nicht so schön würzig. Wenn sie innen fluffig sind, sind sie außen labbrig. Sind sie außen knusprig, sind sie 1. verkohlt und 2. innen trocken.

Es bleibt also ein Rätsel. Und ich freue mich einfach auf die nächste Einladung zum Kartoffelpuffer Essen. Ach ja, ganz nebenbei, ähnlich verhält es sich mit den super leckeren Zucchinipuffer, die sie immer zaubert. Die bekomme ich auch nicht hin 😉

Jetzt gehe ich und rufe meine Mama an und frage sie, ob sie mir nicht heute zufällig Kartoffelpuffer machen möchte…

Eure
Babsi

(Beitragsbild ist von pixabay)

4 Kommentare

  1. Bei mir werden die Kartoffelpuffet auch nix, liegt aber daran, dass ich nicht gerne mit so viel Öl in der Küche hantiere, ich mag den Geruch nicht, der dann eine Weile bleibt und finde es total nervig, die vielen Spritzer weg zu wischen. Also nehme ich – genauer nahm ich – zu wenig Öl und landete bei der verbrannt-trockenen Variante. Wir essen sie immer gerne auf jedem Dorffest und auf dem Weihnachtsmarkt, aber unser Ersatz für zuhause ist Dippekoch oder Düppekuch oder wie auch immer dass je nach Region heißt. Da kommt der ähnliche Kartoffelteig mit Speck in die Auflaufform, eine Weile in den Backofen und schmeckt uns mit Apfelmus genauso lecker…

    1. Da geb’ ich dir vollkommen recht. Ich denke auch, dass es nicht nur der Geschmack der Speise ist sondern die gesamte Stimmung. Dieses von der Mama bekocht werden und wie als Kind am Stammplatz sitzen dürfen usw… Es ist eine kleine Reise in die Vergangenheit 😉

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.