Ein kleiner Rückblick

Heute ist Sonntag. Und ich bin total müde. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so müde war. Ist schon eine Weile her. Aber die vergangene Woche hatte es echt in sich.

Zuerst wartete da eine Näharbeit auf mich. Ich sollte für meine Freundin einen Pullover nähen. Gesagt hat sie mir das bereits im Februar. Da sie eine bestimmte Zusammenstellung der Stoffe wollte, hieß es warten. Denn der Stoffhändler hatte einen Stoff nicht vorrätig. Vor zwei Wochen dann war der wieder verfügbar. Also bestellt und dann hieß es wieder warten. Nämlich auf die Lieferung. Das ging dann ziemlich rasch. Doch wollte der Stoff auch vorgewaschen werden, weil man das nun mal so macht. Also wieder warten. Endlich ist alles vorbereitet. Also gings dann am vergangenen Montag los. Stoff bügeln, zuschneiden, zusammenstecken, nähen. Am Dienstag war er dann fast fertig. Doch ich bekam Überraschungsbesuch. Also alles wieder wegpacken. Am Mittwoch wieder auspacken und vollenden.

 

Dann hieß es Sachen zusammenpacken, für einen „Umzug“ zu meiner Mutter. Für eine Nacht. Denn es muss der Kanal angeschlossen werden. Das hieß die Senkgrube würde am Freitag geleert und es dürfte niemand mehr aufs WC müssen bis die Rohre wieder angeschlossen sind. Erklär das mal der Natur. Geht nicht. Also ab zur Mama. Mit vier Kinder. Und eins davon noch ein Baby (ich weiß, er ist nicht wirklich mehr ein Baby). Das muss gut organisiert sein. Da darf nix fehlen. Also Checkliste angelegt und abgearbeitet. Genug Kleidung muss mit. Denn Kinder stehen drauf, sich schmutzig und nass und was weiß ich was alles zu machen. Die Reisetasche wurde zu klein. Also zusätzlich ein großer Rucksack. Genug Nahrung muss mit. Spezielles Frühstücksmüsli für Mupfel. Anderes Müsli für die größeren. Wieder anderes Frühstück für mein Pubertier. Genug Milch muss dabei sein. Und Honig. Bloß nicht den Honig vergessen!! Ein ganzer Einkaufskorb wurde voll, weil meine Jungs ja lauter spezielle Sachen brauchen. Trinkfläschchen müssen auch mit. Fürs Baby. Windeln dürfen auch nicht fehlen. Notfallmedizin, falls einer Fieber bekommt. Ist ja nicht so bei meinen Jungs. Von einem Moment auf den anderen können die Fieber schieben. Plötzlich. Ohne Vorwarnung! Am Freitag dann noch den Kinderwagen und die Krabbelstube einpacken. Ok, alles da. Es kann nichts mehr schief gehen. Also raus und das gute Wetter nutzen und im Garten ein wenig was machen. Unterstützung hatte ich auch 🙂

Am Freitag Vormittag hab ich dann noch mal alles durchgesehen und angefangen unseren Espace zu beladen. Ihr könnt mir glauben, es ist gut, dass wir in Kindertagen Tetris gespielt haben. So hatte ich alles gut untergebracht. Es war sehr knapp. Der große Wagen wurde doch beinahe zu klein.

Zu Mittag dann gings los. Ab zur Mama. Sie wartet eh schon auf uns. Und wir steigen bei ihr aus und ich stelle mit Schrecken fest, die Fläschchen sind weg. Wie sich dann rausstellte, hatte Constantin kurz vor der Abreise die glorreiche Idee, die Fläschchen wieder dahin zu räumen, wo sie hingehören (sonst sind sie ja nicht so ordnungsliebend) und niemanden ist das aufgefallen. Es war keine Zeit mehr, noch mal nachhause zu fahren, denn mein Mann musste weiter nach Krems. Ich war echt sauer. Meine Mutter ist dann mit meinem Pubertier losgefahren und hat zwei besorgt.

Tja, während die Jungs und ich dann bei meiner Mama einen tollen Samstag Nachmittag verbrachten, hat mein Mann mit ein paar Helfern (eigentlich nur mit einem, denn der andere ist zu Mittag spurlos verschwunden) unser Haus an den Kanal angeschlossen. Widerspenstig wie unser Haus und Garten sind, ging das natürlich nicht einfach mal so. Da tat sich ein Problem nach dem anderen auf. Wir sind das aber eh schon gewohnt. Und so wurde aus einer Arbeit, die einen Vormittag dauern sollte, ein 13-stündiges Unterfangen und ist selbst heute noch nicht zum Abschluss gekommen.

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Wir sind gestern Abend noch abgeholt worden. Denn benützbar ist das ganze ja schon wieder. Die Rohre sind angeschlossen also war die Notwendigkeit nicht gegeben, dass wir meiner Mama länger zur Last fallen müssen. Als wir zuhause waren, kam auch schon meine Katze daher. Von irgendwo aus der Dunkelheit. Nach einer Weile habe ich dann gesehen, dass sie zumindest schon ein Kätzchen bekommen haben muss (ihr erinnert euch vielleicht noch: Hochschwangere, weibliche Unterstützung). Also raus in die Dunkelheit und Katzenbaby suchen. Mir kam unser Kater entgegen. Total aufgebracht und nervös. Ich bin ihm einfach gefolgt und tatsächlich! Er führte mich zum Baby. Da das mit klettern verbunden war, hab ich dann Stefan geholt und er holte für mich das Baby. Um genauer zu sein, die drei Babys. 

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Ich hab dann schnell eine Box besorgt und einen alten Badezimmerteppich. Da haben wir die Jungen hineingelegt und wie ihr sehen könnt, meine Katze hat sich gleich zu ihnen gelegt, hat sie liebevoll versorgt und war heilfroh und dankbar, dass wir ihr geholfen haben.

Nachts bekam sie dann noch zwei Kätzchen. Insgesamt bescherte sie uns fünf echt niedliche und vor allem gesunde Babykatzen.

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Das war also meine Woche. Dass ich müde bin verwundert wohl kaum. Und ich bin schon gespannt, was die nächste Woche für mich bereit hält. Eins ist fix. Die nächste Woche wird von Windpocken geprägt sein. Denn Constantin und Oliver haben sie jetzt auch bekommen. Mal schauen, was noch passiert… bestimmt einiges 😉

Hoffentlich viel Gutes.

Eure
Babsi


 

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