Reflektieren mit Kinder und Teenagern
Lernen & Schule Wachstum & Wandel

Reflektieren mit Kindern: 4 kreative Ideen

Lesedauer: ca. 4 min

Titelbild habe ich mit Hilfe einer KI erstellt


Reflektieren mit Kindern klingt nach Arbeit?

Ist es nicht – es kann sogar Spaß machen!

Mit diesen 4 Ideen macht ihr die Woche bewusst rund

und schafft kleine Familienmomente, die verbinden.


Kennst du das? Die Woche ist vorbei, alle sind müde – und trotzdem kreisen die Gedanken: Wie war das eigentlich? Haben wir die Woche gut geschafft? Was war schön? Was war blöd?

Genau hier lohnt es sich, mit den Kindern zu reflektieren.

Keine Sorge, das klingt viel ernster, als es ist. Reflexion heißt nicht: Wir sitzen am Tisch und analysieren die Woche wie in einem Meeting. Es heißt: Wir nehmen uns kurz Zeit, hören einander zu und feiern die kleinen Erfolge – und wir schauen, wo es hakt, bevor es uns überrollt.

Hier sind 4 kreative Ideen, die ihr jederzeit nutzen könnt – egal ob nach der ersten Schulwoche, nach den Ferien oder einfach zwischendurch.

Highlight & Lowlight – der Klassiker, der nie langweilig wird

Anstatt die Standardfrage „Wie war’s in der Schule?“ zu stellen (die meistens mit „gut“ oder „geht so“ beantwortet wird), könnt ihr es so machen:

  • Jeder erzählt sein Highlight (das Schönste der Woche).
  • Danach das Lowlight (das Nervigste oder Schwierigste).

Das Schöne daran: Kinder merken, dass nicht nur die guten Dinge zählen, sondern dass auch schwierige Momente einen Platz haben. Und du selbst erzählst auch – das schafft Verbindung.

Reden fällt schwer? Dann lade dir die Vorlage herunter und füllt sie gemeinsam aus. Du brauchst dafür nur den Button klicken und schon geht das PDF auf. Abspeichern/ausdrucken und gemeinsam entspannt reflektieren. Oder jeder für sich alleine. Wie es am besten für euch ist.

Emoji-Runde oder Stimmungsbarometer – Gefühle sichtbar machen

Besonders bei Kindern ab 8 Jahren kommt das gut an:

  • Jeder wählt ein Emoji, das die Woche beschreibt (lachend, müde, genervt, cool …).
  • Danach erklärt jeder kurz, warum es dieses Emoji geworden ist.
Reflektieren mit Kindern Emojis helfen dabei

Oder ihr nehmt das Stimmungsbarometer: Jeder bewertet die Woche auf einer Skala von 1 bis 10. Das öffnet schöne Anschlussfragen wie: „Was hat es zu einer 7 gemacht?“ oder „Was müsste passieren, damit es eine 9 wird?“

Ihr braucht dafür nichts weiter als einen Zettel und Stifte. Und schon kann es losgehen. Eine weitere Möglichkeit ist es, Emojis oder Stimmungsbarometer im Internet zu suchen und auszudrucken. Ihr könnt euch daraus kleine Karten basteln. Zum immer wieder verwenden.

Drei Fragen für große Kinder und Teens – kurz, klar, wirkungsvoll

Teenager sind oft keine Fans von langen Gesprächen. Aber wenn du ihnen klare, kurze Fragen stellst, öffnen sie sich eher. Zum Beispiel:

  • Was lief diese Woche gut?
  • Was war herausfordernd?
  • Was kann ich nächste Woche anders machen?

Das klingt simpel, ist aber super kraftvoll. Dein Kind lernt, Erfolge bewusst wahrzunehmen, Schwierigkeiten zu benennen und kleine Schritte für die nächste Woche zu setzen. Mach diese Fragerunde locker lässig nebenbei. Ohne Vorwarnung und ohne Einstieg wie „Lass uns reden“.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Buben das Weite suchen, wenn ich mit Sätzen beginne wie: „Erzähl‘ doch mal…“ oder „Lass uns reden.“ Meist stelle ich diese Fragen – aus ihrer Sicht – im Vorbeigehen. Beim Geschirr erledigen, kochen oder wenn wir mit den Hunden draußen sind. Oft beginne ich auch einfach über meine Woche zu reden und sie steigen dann beinahe automatisch mit ein.

Kreative Varianten: Glas, Comic oder Meme

Manche Kinder reden ungern über Gefühle – besonders ab einem gewissen Alter. Doch es ist wichtig, mit ihnen zu reden. Sind sie bockig, dann helfen hier vielleicht kreative Umwege:

  • Reflexions-Glas: Jeder schreibt seine Gedanken auf Zettel („Das war toll“, „Das war blöd“, „Das wünsche ich mir“) und wirft sie ins Glas. Dann zieht ihr ein paar Zettel und besprecht sie.
Reflektieren mit Kinder Reflexions-Glas
  • Comic oder Zeichnung: Die Woche wird als Mini-Comic gezeichnet – super für visuelle Kinder.
  • Meme oder Spruch: Teenager können die Woche als witzigen Spruch oder Meme zusammenfassen. Humor lockert sofort die Stimmung.

Meine Teenager-Buben suchen sich gerne passende Memes und schicken sie mir dann per WhatsApp. So tauschen wir uns auf moderne Weise aus. Ja, man kann das jetzt verteufeln und fragen, ob wir nicht normal miteinander reden können.

Meine Antwort: Doch, können wir. Aber ab und zu brauchts halt auch diese Art der Kommunikation 😉 Selbst dann, wenn uns nur ein Raum voneinander trennt.

Warum es sich lohnt, mit Kindern zu reflektieren

Reflektieren mit Kindern ist keine Leistungsschau, sondern eine Einladung. Es bedeutet:

  • Kinder fühlen sich ernst genommen und gehört.
  • Sie lernen, Gefühle und Gedanken in Worte oder Bilder zu fassen.
  • Du bekommst Einblicke in ihr Innenleben – auch in Dinge, die sie sonst nicht erzählen würden.
  • Ihr findet gemeinsam Lösungen, bevor Probleme zu groß werden.

Und das Beste: Es dauert nicht lange! 10–15 Minuten pro Woche reichen, um ein Familienritual daraus zu machen. Macht es euch gemütlich – mit Kakao, Snacks oder einer Kerze – und ihr werdet sehen: Diese kleinen Momente haben große Wirkung.

Fazit: Reflektieren mit Kindern

Die Methoden sind bewusst einfach, damit sie leicht in euren Alltag passen:

  1. Highlight & Lowlight – das Schönste und Schwierigste benennen
  2. Emoji & Stimmungsbarometer – Gefühle sichtbar machen
  3. Drei Fragen – klare Struktur für größere Kinder
  4. Kreative Varianten – Glas, Comic oder Meme

Mit diesen Ideen wird aus der Woche kein stressiger Rückblick, sondern ein schöner Moment der Nähe. Du wirst überrascht sein, wie viel dein Kind zu erzählen hat – wenn du ihm den richtigen Rahmen gibst.

Lernen in der Gruppe macht Spaß:

Teile gerne in den Kommentaren, wie ihr als Familie die Woche abschließt – oder welche der 4 Ideen du zuerst ausprobieren willst.

Ich freue mich schon jetzt auf dein Kommentar,
Babsi, die Chaosbloggerin mit Herz


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Babsi

Name: Babsi Heindl
Beruf:
Mama von 4, Chefassistentin in der Firma meines Mannes, Texterin, Illustratorin, Autorin
Hobbys: zeichnen, illustrieren, nähen, einfach alles Kreative
Kontakt:
babsi@chaoshoch6.at

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