Hamburg! Ich war da!

Hamburg Erinnerungen

Am Mittwoch, den 22. März, begaben sich meine Mutter und ich sehr früh auf eine Reise. Wie sehr ich mich auf diese Reise freute und wie unendlich aufgeregt ich schon war, habe ich in Hamburg! Ich komme! schon erzählt. Und endlich war es so weit.

Zum ersten Mal in meinem Leben würde ich ein Flugzeug betreten. Ich war total gespannt. Kindliche Aufregung pur. Doch es sollte noch eine Weile dauern. Denn zuerst mussten wir aus dem Sumpf mit dem Zug nach Wien und dann mit der S-Bahn weiter nach Schwechat fahren.

 

Am Flughafen angekommen mussten wir durch die Sicherheitskontrollen durch und ab zum Gate. Zu irgendeinem, denn unseres wurde erst kurz vor Abflug bekannt gegeben. Während wir warteten sah ich den Fliegern beim Starten und Landen zu. Und alleine das war schon der Hammer für mich. Ich könnte den ganzen Tag zusehen.

Um etwa 13 Uhr ging es dann endlich auch für uns los. Das Gate wurde bekannt gegeben und es fand ein Bus-Boarding statt. Und dann hoben wir ab. Es war atemberaubend schön und ich kann es nur weiter empfehlen. Sollte jeder einmal erlebt haben, sofern es gesundheitlich machbar ist 😉

 

In Hamburg angekommen mussten wir uns erst einmal orientieren. Beim nächsten Ticketautomaten besorgten wir uns die Hamburg-Card. Die ist wichtig. Nicht nur, dass man damit alle Öffis nutzen kann, man bekommt bei gewissen Veranstaltungen und Co ermäßigte Preise.

Und dann ging es ab ins Hotel. Wir verstauten unser Gepäck, machten uns ein wenig frisch und starteten in die Europa-Passage. Wir kauften uns etwas zu trinken und essen. Dann ging es wieder zurück zum Hotel. Am Anreise-Tag also jetzt nicht mehr viel geschehen. Machte nichts, denn das Fliegen war an diesem Tag sowieso das Highlight 🙂

23. März – Der erste richtige Tag in Hamburg

Wir standen früh auf und genossen unser Frühstück im Hotel. Danach ging es auch schon wieder los und wir entdeckten Hamburg. Zuerst zeigte mir meine Ma, die schon das dritte Mal in Hamburg war, die Landungsbrücken. Das war wirklich schön. Wir überlegten, ob wir die Hafenrundfahrt an diesem Tag oder am nächsten Tag machen würden. Da das Wetter schon sehr trüb und windig war, entschieden wir, die Hafenrundfahrt zu verschieben und hofften, dass dann das Wetter schöner wäre. Angesagt war es ja.

Dann zeigte mir meine Ma den Hauptbahnhof. Von außen war ich nicht wirklich begeistert. Wäre ich Architekt, wäre ich eventuell vom Gebäude selbst schon beeindruckt gewesen. Doch als wir dann drinnen waren, war ich überwältigt. Noch nie habe ich einen so atemberaubenden Bahnhof (in echt) von innen gesehen. Das Treiben dort war auch Wahnsinn. Ich mag es, diesem Treiben zuzusehen. Man verschwindet so schön in der Masse und ich sauge diese Energie auf. Schwer zu beschreiben, aber ich genieße diese Momente. Dann machte ich noch ein paar Fotos, wo ich leider nicht weiß, ob ich die veröffentlichen darf. Deswegen lass ich das hier lieber mal. Ich hoffe, ihr versteht das 😉

Nach dem ich fertig war gingen wir Mittagspause machen. Ungefähr eine Stunde. Einen Kaffee und eine Kleinigkeit gegessen. Dann ging es in das Miniatur Wunderland in der Speicherstadt. Es ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Aktuell fasst das Miniatur Wunderland eine Ausstellungsfläche von 1.490 Quadratmeter, auf denen 9 Themenwelten zu bewundern sind. Die Gleise fassen eine Gesamtlänge von 15.400 Meter und es fahren dort 1.040 Züge mit insgesamt 10.000 Wagons (Quelle: Reiseführer Miniatur Wunderland).

Hamburg Miniatur Wunderland

Aber nicht nur Züge sind dort zu bestaunen. Liebevoll gearbeitet Figuren und Häuser sind ausgestellt. In verschiedenen Situationen. Zum Beispiel kann man dem Treiben auf einer Baustelle zusehen. Oder einem Open-Air Konzert, einem Gefängnisausbruch. Und noch vieles mehr. Zusätzlich werden die Lichtverhältnisse geändert. Also Tag und Nacht wechseln sich ab. Wie im echten Leben, stellt sich dann wieder alles ganz anders dar.

Insgesamt waren wir zwei Stunden im Miniatur Wunderland und es hätte noch viel länger sein können. Denn bis du wirklich alles gesehen hast, musst du wahrscheinlich 3-4 Mal durchgehen. Es gibt nicht nur viel zu sehen, es waren auch viele Leute da. Also bleibst du nicht all zu lange auf einer Stelle stehen. Es sollte schon alles im Fluss bleiben 😉

Leider hatten wir nicht die Zeit den Rundgang noch einmal zu machen denn:

Aladdin wartete auf uns 🙂 Mit diesem Musical fing ja eigentlich alles an. Denn ich habe meiner Ma erzählt, dass ich den gern sehen würde, weil ich einen Trailer im Fernsehen gesehen habe und total begeistert war.

Zu meinem Geburtstag hat mich meine Ma dann mit dem Hamburg Trip inklusive Musical-Besuch total überrascht und überwältigt. Endlich war der Tag gekommen und wir mussten wieder ins Hotel zurück und uns für das Musical fertig machen. Ich war total aufgeregt und voller Vorfreude.

Hamburg Aladdin Musical

Das Theater ist wunderschön. Ich kenne ja ein paar Theater von innen und das ist mit Abstand das schönste. Wir waren ziemlich zeitig da und mussten noch ein wenig warten, bis wir Einlass hatten. Der Aufführungssaal ist auch wunderschön. Man fühlt sich da sofort wohl. Und die Aufführung selbst war der Hammer. Tolle Darsteller, mit top Stimmen. Meine Ma meinte nachher, dass es arg ist, wie so eine gigantische Stimme aus so einem zarten Körper kommen kann. Ich kann ihr da nur zustimmen. Man erwartet das so nun wirklich nicht. Aber es war so 🙂 Am liebsten hätte ich ja mitgesungen und mitgetanzt, aber ich denke, ich wäre dann raus geworfen worden. Einem kleinen Kind verzeiht man das ja noch, aber einer (meistens) erwachsenen Frau? Das Risiko wollte ich dann lieber doch nicht eingehen 😉

Ich war so begeistert, dass ich mir im Theatershop dann meine ganz eigenen Souvenirs gekauft habe. Eine CD mit einem Live-Mitschnitt direkt aus dem Theater, ein Schlüsselband und einen Schlüsselanhänger 🙂 Somit werde ich jeden Tag an das tolle Erlebnis erinnert. Die CD läuft auch beinahe täglich und meine Kinder können schon mitsingen und tanzen.

24. März – Ein Tag lang Hamburg

Obwohl wir nach dem Musical erst gegen Mitternacht zurück im Hotel waren, waren wir schon wieder sehr früh auf. Nach dem Frühstück ging es wieder ab nach draußen. Das Wetter war so wunderbar sonnig und warm, dass wir entschieden, eine kleine Hafenrundfahrt zu machen.

Hamburg Hafenrundfahrt

 

Wir machten die kleine Rundfahrt, weil die auch durch die Speicherstadt verlief und nur 1 Stunde dauerte. Es war sehr schön und lustig, weil unser Reiseführer ein spaßiger Sprücheklopfer war. Obendrein vermittelte er sehr viel Wissen. Wenn man sich auch für die Geschichte interessiert, ist eine Rundfahrt quasi Pflicht. Ich kann es nur empfehlen. Spaßvogel oder nicht 😉

Nach der Hafenrundfahrt machten wir uns auf den Weg ins Panoptikum. Ein kleines aber feines Wachsfigurenkabinett. Natürlich nicht zum Vergleichen mit Madame Tussauds von der Größe her, aber von den Figuren her genauso top. Gleich am Eingang wird man von berühmten Persönlichkeiten „begrüßt“ und die sind so täuschend echt, dass ich die ersten paar Minuten Gänsehaut hatte. Im Panoptikum waren wir ungefähr eine Stunde, dann hatten wir schon alles gesehen. Also wenn ihr einmal in Hamburg seid und „Leerzeit“ habt, dann macht doch einen Abstecher da hin. Man lernt dort auch etwas über die Geschichte des Panoptikums und man kann sich ansehen, wie Wachsfiguren entstehen.

Hamburg Panoptikum

Nach dem Panoptikum ging es in die Mönckebergstraße. Und da habe ich ein Einhorn gesehen. Ganz ehrlich. Es war so: Es war sehr viel los. Sehr viele Menschen waren unterwegs. Meine Ma und ich mittendrin in dem Menschenstrom. Die Masse gibt das Tempo vor. Doch ich verringerte mein Tempo kurzfristig. Hinter mir ging eine Gruppe junger Menschen und ein junger Mann hat mich übersehen und lief mir hinten rein. Er hat mich nicht gesehen, weil ich erstens ziemlich klein bin und zweitens unterhielt er sich mit einem Mädel neben ihm. Also er lief mir rein und sagte dann „Entschuldigung.“ In der heutigen Zeit ein wahres Einhorn 😉

Wir besuchten an diesem Tag dann noch das Chocoversum. Auch das kann ich euch nur wärmstens empfehlen, solltet ihr einmal in Hamburg sein.

Nach dem Chocoversum ging es in den Galeria-Kaufhof und da habe ich, ganz im Gegensatz zu meinem Vorsatz, meinen Jungs Mitbringsel besorgt 😉 Ihr dachtet doch nicht wirklich, dass ich meinen Kindern nichts mitbringe, oder?

25. März – Der Tag der Abreise

Am Abreisetag mussten wir schon sehr früh aufstehen. Denn wir mussten bereits um 7:30 (oder so) mit dem Taxi zum Flughafen fahren. Damit wir aber noch genug Zeit hatten, um die Koffer fertig zu packen und noch ordentlich frühstücken zu können, standen wir schon vor 6 Uhr auf.

Am Flughafen entdeckte ich dann noch einen kleinen Souvenir Shop und kaufte für meine Männer dann doch noch einmal ein paar Kleinigkeiten. T-Shirts für die kleinen Jungs und Kaffeetassen für die großen Jungs. Für mein Whiteboard nahm ich zwei coole Magnete. Die hab ich jetzt jedes Mal vor der Nase, wenn ich an meinem Schreibtisch sitze.

Hamburg Shirts St Pauli

Hast du bis hier her gelesen?

Dann danke ich dir von Herzen und hoffe, dir hat mein nicht ganz profimäßiger „Reisebericht“ gefallen. Hamburg, mit oder ohne Musical, ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Und ich, für meinen Teil, plane schon, dass ich irgendwann mal wieder hinfahre. Mit dem Zug. Nicht, weil ich das Fliegen nicht mag, sondern weil meine Leute nicht fliegen wollen 😉 Vor allem mein Mann möchte das nicht unbedingt.

In Hamburg gibt es viel zu entdecken und wenn man genau hinsieht, dann entdeckt man auch ein Einhorn 🙂

Eure Babsi


 

8 Kommentare

    1. Hallo, Nicole!
      Ja, war eine wunderbare Zeit. Na vielleicht ändert sich das ja noch 😉
      Liebe Grüße Babsi

    1. Liebe Manu,
      danke. Ja, es war richtig toll und die sehen mich bestimmt wieder 😉
      Das Einhorn fand ich auch total gut 😉
      Liebe Grüße Babsi

  1. Ich finde deinen Reisebericht super! Macht richtig Lust auf Hamburg! Ich find deinen Blog, im Gegensatz zu vielen anderen, ehrlich und echt. Mach bitte weiter so!
    Lg. Manuela aus Kärnten

    1. Hallo, liebe Manuela,
      ich freue mich gerade sehr über dein Kommentar 🙂
      Ich werde auf jeden Fall so weiter machen, versprochen.
      Und es freut mich sehr, dass dir der Reisebericht gefällt und er tatsächlich ein wenig Lust auf Hamburg machen kann 🙂
      Ganz liebe Grüße
      Babsi

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