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Leben mit Kindern

Kindernamen Bedeutung geben – Kindernamen finden mal anders

In meinem Blog nenne ich die Kinder selten (also eigentlich gar nicht) beim echten Namen. Hier im Blog verwende ich Spitznamen. Aber nicht, weil es sich so gehört oder so. Sondern weil wir die Kinder im Alltagsleben auch so nennen. Also Pubertier, Mad Max, Dean und Mupfel. So rufen wir sie.

Aber natürlich haben sie auch „normale“ Namen. So, wie wir sie nannten, als sie auf die Welt kamen. Oder davor. Immer öfter lese ich, dass nachgefragt wird, wie die Kinder nun eigentlich heißen und wie sie zu den Namen gekommen sind.

Also möchte ich euch heute verraten, wie die Kinder heißen und wieso sie so heißen. Vorsicht! hier wird wieder einmal klar, dass ich ein Musik- und Serienjunkie bin 😉

Pubertier (zukünftig Phil Morris)

Unser Pubertier hatte im Laufe seines 14 jährigen Lebens schon viele Spitznamen. Phlippi, weil er immer sehr hektisch und flippig wurde. Sämtliche Abwandlungen von Phlippi wie Phlip, Phlipper-di-Phlip, Phlips aber auch Phips. Sein echter Name ist: Philipp.

Sein Vater wollte unbedingt einen Philipp. Ich weiß nicht warum. Mir wäre ja ein Lukas oder Luke lieber gewesen (wegen Luke Skywalker). Aber sein Vater setzte sich durch und ich konnte mich damit anfreunden, weil ich den Musiker Phil Collins sehr gut finde (also seine Musik).

Lange Zeit habe ich Philipp Maurice zu ihm gesagt. Das hat Geschichte. Eine schöne, die meinem Pubertier so gut gefällt, dass er nun Phil Morris genannt werden will. Es war so:

Als ich mit Phil Morris schwanger war und die Namenssuche abgeschlossen war, fragte mich mein damaliger Stiefvater, wie der Zwerg nun heißen würde. Der Name wurde verkündet und damit war es erledigt. Naja, nicht ganz. Denn nach einer ganzen Weile fing mein Stiefpapa zum Lachen an und meinte, wenn ich noch einmal einen Sohn bekommen würde, dann solle ich ihn Morris nennen. Dann hätte ich immer Philipp Morris zuhause (Zigarettenmarke). Der Witz zog nicht aber der Name gefiel mir. Also war es für mich mein kleiner Philipp Maurice 🙂

Pubertier trägt jetzt diesen Namen mit Ehre und Stolz. Denn mein Stiefpapa, den auch Philipp sehr gern hatte, und der auch nach der Trennung zur Familie gehörte, verstarb vor einigen Wochen leider 🙁

Mad Max

Bei unserem Mad Max war die Namenssuche schon sehr kompliziert. Wir wälzten Bücher und durchforsteten das Internet. Doch irgendwie kamen wir auf keinen Namen. Beziehungsweise gefielen uns so viele. Es war wirklich schwierig.

Damals lief im Fernsehen immer diese Werbung von Kinder Maxi King mit Shaggy. Und da war eine Frau, die tanzte und sang „I wanna fly, fly high… with you Baby…“ Kann sich da noch wer erinnern? In Youtube kann man sich die Werbung anschauen. Auf jeden Fall liebte ich dieses Lied. Und sang es so gern unter der Dusche, während ich meinen monströsen Babybauch streichelte.

Irgendwann sagte ich dann zum besten Ehemann von allen, dass ich dieses Lied liebe, Maxi King liebe und einen riesigen Bauch habe. Nennen wir das Baby jetzt einfach mal „Maxi“. Irgendwann war ich bei meiner Ma auf Besuch und wir erzählten ihr, dass wir das Baby jetzt einfach Maxi nennen. Da meinte sie: „Maximilian! Das wäre schön.“ Ja, eigentlich schon. Und ein bedeutender Vorfahre von mir hieß schließlich auch Maximilian. Also warum eigentlich nicht? Ahnenehrung.

Als unser Maximilian etwas größer war (ich glaube, er war 2 Jahre), war der schon ein richtiger Stuntman. Der machte Sachen, da blieb dir die Spucke weg. Eines Tages machte er etwas total irres und meinem Bruder stockte der Atem. Danach meinte er: „Du bist ja richtig Mad. Ein richtiger Mad Max.“

Dean

Ja, also beim dritten Kind war das so: Wir sahen unheimlich gern die Serie „Supernatural“. In der Serie geht es um zwei Brüder, Dean und Sam Winchester, die in ihrem Impala durch die USA düsen und Geister, Vampire und andere Monster jagen. Wir waren so begeistert von den zweien, dass unser Sohn so wie einer der Winchesters heißen sollte. Meinem Mann gefiel Samuel so gar nicht und wir dachten, er würde dann wohl „Dean“ heißen. Aber so richtig richtig fühlte sich das nicht an. Zu einem Philipp und einem Maximilian plötzlich einen amerikanischen Namen? Und im Zusammenhang mit unserem Familiennamen auch eher unpassend.

Wir hatten dann noch weitere Namen zur Auswahl, doch wir konnten uns einfach nicht entscheiden. Ein Name, den wir uns überlegt hatten, war Constantin. Angelehnt an die Hauptfigur aus dem Film „Constantine“. In dem Film ist John Constantine ein Exorzist. Also auch jemand, der so ähnlich wie Dean Winchester war. Er jagte Monster. Dann stand noch Gideon zur Diskussion (aus der Serie „Criminal Minds“) und Lennard („Big Bang Theorie“).

Am Tag der Geburt hatten wir uns immer noch nicht entschieden gehabt. Ich dachte, ich hätte noch Zeit. Naja, ich dachte falsch. Denn die Geburt begann zwar ganz normal, endete aber in einem Notkaiserschnitt. Als ich aufwachte und mir die Krankenschwester sagte, dass ich einen wunderschönen und gesunden Sohn geboren habe, war meine erste Frage „Und wie heißt er?“ Irgendwie lustig, denn sie schien etwas irritiert von meiner Frage. Im Aufwachraum traf ich dann das erste Mal auf meinen Sohn und erfuhr von meinem Mann, dass er ihm den Namen Constantin gegeben hat. 

Und doch ist es jetzt unser Dean. Denn an dem Tag, als ich und das Baby entlassen wurden, sagte ich zu Mad Max, dass wir das Baby mitnehmen dürfen. Er strahlte plötzlich übers ganze Gesicht und fragte begeistert: „Das unser Dean?“ Mad Max war damals noch keine zwei Jahre und hat das wohl nicht so ganz mitbekommen, dass das kleine Ding da, das Ding war, das die ganze Zeit in Mamas Bauch wohnte und ständig als kleiner Bruder bezeichnet wurde. Doch er brachte den Namen Constantin nicht raus und sagte einfach „Dean“. Dass mein Mann das gleich toll fanden und so übernahmen, war dann klar.

Und jetzt noch unser Mupfel

Mupfel hört auf den schönen Namen Oliver Thorben. Als ich mit Oliver Thorben schwanger war, da passierte uns etwas, das so nicht hätte passieren dürfen. Es hat uns fast die Existenz gekostet. Wir standen kurz davor, alles zu verlieren. Es war kurz vor Weihnachten. Das schlimmste überhaupt. Es schien ausweglos.

Damals schaute ich gerne die Sendung „Arrow“ (Gott! Ich bin wirklich ein Serienjunkie!). Es handelt von einem jungen Mann aus reichem Hause, der bei einem Bootsunglück vermeintlich stirbt. Doch er wird auf eine Insel gespült und verbringt dort 5 Jahre seines Lebens, bis es ihm gelingt, die Insel zu verlassen. Er kann zurückkehren zu seiner Familie, in das große Haus mit all den Reichtümern. Doch die 5 Jahre haben ihn verändert. Und er wird zum Rächer und will die (seine) Stadt von Verbrechen und Korruption säubern. Eine Art Robin Hood. Sein Name: Oliver Queen.

Unsere Situation war also total schlimm und ich wünschte mir von Herzen so einen Rächer für mich. Jemanden, der für Recht und Ordnung sorgte. Und eines Tages war die ausweglose Situation doch nicht mehr ausweglos. Plötzlich geschahen ganz viele gute Dinge und wir wurden wie durch ein Wunder aufgefangen. Und da stand für mich fest, ich trage einen Oliver in mir. Den Namen Thorben hat er vom besten Ehemann von allen bekommen, angelehnt an den Gott Thor und -ben bedeutet Sohn. Also Thors Sohn 😉 Unser Mupfel hat demnach den stärksten Namen bekommen und es liegt sehr viel Spiritualität darin.

Mupfel nenne ich ihn, weil er am Tag, als er auf die Welt kam, bei mir im Arm lag und so unheimlich süß wie ein Murmeltierbaby aussah. Murmel oder Murmeltierchen oder Ähnliches wollte ich ihn aber nicht nennen. Da fiel mir der Film „Urmel aus dem Eis“ ein. (*räusper* ich weiß, es wirkt so, als würde ich 24 Stunden am Tag fernsehen. Tu ich aber nicht, versprochen. Ich schaue kaum fern…) Und in dem Film gibt es einen Pinguin (glaube ich), der einen Sprachfehler hat und statt Muschel immer Mupfel sagt. In dieses Wort legt er aber so viel Liebe hinein und das ist so süß, dass ich beschloss, dass ich meinen ganz eigenen Mupfel habe.

So, nun kennt ihr die Kinder beim richtigen Namen, wie sie dazu kamen und wo sie ihre Spitznamen her haben. Sie haben alle aber noch ganz „allgemeine“ Kosenamen: Mausi, Schatzi, Graf Bummsti (wenn es mal wieder keiner war, steht er stellvertretend für den, der es war), Dicker, Rotzbua, Rotznäschen, Lauser,…

Welche Kosenamen oder Spitznamen haben eure Kinder denn? Oder verwendet ihr gar keine Kose- und Spitznamen?

Eure Babsi


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