YEAH! Wir starten in die Ferien

Heute war bei uns der letzte Schul- und Kindergartentag angesagt. Welche Pläne wir für die Ferien haben? Keine großen. Wer jetzt denkt, wir sind fleißig am Koffer packen, der irrt. Leider!

Die letzte Schulwoche

Ist immer ein Horror. Wenn du mal mehr als nur ein Kind in Schule und Kindergarten hast und dann auch noch nur ein Auto besitzt, ist die letzte Woche einfach nur Stress pur. Du hetzt von einem wichtigen „Event“ zum nächsten. Verschnaufpause hast du nicht wirklich. Das letzte bisschen Kraft, das du noch hast, wird in der letzten Woche vor den Ferien verbraucht. Du stellst dir die Frage, ob du überhaupt schlafen gehen sollst, oder ob du nicht gleich lieber „durchmachst“. Schließlich gibt es ja noch das bisschen Haushalt auch, das erledigt werden muss…

Wenn du noch kinderlos bist macht das Nächte durchmachen ja noch Spaß. Mit Kinder, deren innere Uhr spätestens um 6 Uhr morgens „Aufwachen!“ brüllt, ist das irgendwie nicht mehr ganz so spaßig. Du bist dankbar für jede Minute Schlaf, die du irgendwie und irgendwo erhaschen kannst. In der letzten Schulwoche altere ich immer um 10 Jahre. Etwas Positives hat es aber auch. In dieser Woche habe ich auch gleich mal 3 Kilo verloren. Denn zum Essen bleibt kaum Zeit. Ich weiß, ich bin selber schuld daran. Es war und ist schließlich meine Entscheidung gewesen, doch mehr als nur ein Kind zu haben. Und trotzdem gibt es eben Dinge, die mir dann eben nicht so „schmecken“. Auch als Mama darf man das sagen. Kinder haben ist nicht immer das schönste und tollste auf der Welt.

Der Endspurt

Der ist toll. Denn du weißt, jetzt sind es nur mehr zwei Tage und das Drama hat endlich ein Ende. Wenn du in der glücklichen Lage bist, dass du nicht arbeiten gehen musst. Wenn du zu den arbeitenden Mamas gehörst, beginnt mit Anfang der Ferien natürlich auch ein neues Drama. Auf das kann ich nicht eingehen, denn ich bin noch in Karenz (Elternzeit) und habe da absolut keine Erfahrungen. Es ist schon wieder einige Jahre her und in der Zwischenzeit hat sich auch viel getan. Also, mit letzter Kraft versuchst du einfach noch die zwei Tage unbeschadet zu überstehen. Normalerweise klappt das auch ganz gut.

Außer heuer. Heuer wird ausgerechnet im Endspurt der Mupfel krank. 40 Grad Fieber, weinerlich, schwer zu beruhigen. Ständig tragen und kuscheln. KUSCHELN! Bei gefühlten 50 Grad Außentemperatur! Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie ich daher komm. Jeden Tag verschwitzt bis zum geht nicht mehr. Jeden Tag einen „Bad-Hair“-Tag. Ringe unter den Augen, die bis zum Kinn reichen. Mama sein macht mir in dieser Woche wirklich grad gar keinen Spaß.

Der Beginn der Ferien

Nun, heute war der letzte Tag. Endlich! Noch einmal Stress und dann ab in den Urlaub.

Nein, leider nicht! Heute ist zwar der letzte Tag für die Kinder, aber das bedeutet nicht, dass wir jetzt Urlaub im engeren Sinne haben. Mein Tag beginnt trotzdem um 6 Uhr morgens. Ich habe trotzdem ein Haufen Arbeit, wenn nicht sogar mehr. Mein Tag ist trotzdem fest verplant. Jeden Tag. Mein Chaos-Mann beginnt ab Montag mit seiner Arbeit in seiner Wunschfirma.

Also von Urlaub keine Spur. Nicht dieses Jahr. Vielleicht im nächsten Jahr. Oder dem Jahr danach.

Der einzige, der sich wirklich auf Koffer packen freuen kann ist unser Mad Max. Der Tag, an dem er mit seiner “Rock’n’Roll-Oma” nach Paris reist rückt mit riesen Schritten immer näher. In dieser einen Woche mache ich vielleicht wirklich Urlaub. Mein Pubertier verbringt die Woche bei seinem Freund und Dean wird zur anderen Oma „verschifft“. Mein Chaos-Mann ist den ganzen Tag in der Arbeit. Mupfel und ich haben dann sturmfrei. Auf das freue ich mich. Das wird herrlich. Herrlich ruhig, herrlich ordentlich, herrlich still und nach einem Tag werden mir alle verdammt fehlen. Ich seh‘ mich jetzt schon den ganzen Tag in einer Ecke hocken und heulen. Weil das bin nun mal ich.

Das war es also?

Ja, das war es. Das ist es. Das ist unsere Ferienplanung. Nichts Großartiges. Und trotzdem wird es Entspannung geben. Im Garten, im Wald, am Spielplatz. Urlaub zu machen bedeutet nicht immer die Koffer zu packen. Urlaub ist auch ein bestimmtes Frühstück oder eine bestimmte Aktivität. Dinge zu unternehmen, die man sonst eher nicht unternimmt.

Auch wenn in meinem Urlaub der „Wecker“ trotzdem um 6 Uhr morgens ratscht, wird es entspannter zugehen. Denn die Kinder müssen schließlich nicht zu einer bestimmten Zeit das Haus verlassen. Das heißt, ich habe mehr Zeit, um beim Frühstück kreativer zu sein. Es muss nicht schnell gehen, sondern es darf Spaß machen. Den Kindern und mir. Wir haben schon einige Rezepte zusammengetragen, die wir ausprobieren möchten. Wir werden Marmelade selber einkochen und die wird dann zum Frühstück serviert. Wir werden Bagels und Donuts backen und verspeisen. Das ist Urlaub.

Danach werden wir uns, wenn es uns Spaß macht, in den Garten rauslegen. Die Sonne genießen. Mit den Spritzspielzeugen spielen, im Plantschbecken plantschen und wenn wir dann Hunger bekommen und wir Lust und Laune dazu haben, werden wir uns was kochen. Oder verschiedenste Salate ausprobieren. Wir werden basteln und malen. Mit Fingerfarben experimentieren und kleine Kunstwerke erschaffen. Wenn wir Lust haben. Wir können uns zusammenpacken und in den Wald spazieren. Vielleicht finden wir Pilze oder Wildgemüse, das wir danach gemeinsam verarbeiten können. Oder wir verbringen den Tag am Dorfspielplatz mit den anderen Leuten hier. Es gibt so viele kleine Dinge, die einem das Gefühl von Urlaub vermitteln und all diese Dinge können wir machen. Ohne das Auto zu brauchen. Ohne großen finanziellen Aufwand. Und trotzdem mit viel Spaß, mit viel Zeit für die Kinder. „Mit viel Liebe und ganz genau ohne viel Stress“ würde mein Dean jetzt sagen.

Ferien und Urlaub bedeuten für mich einfach Zeit haben mit den Kindern. Und diese Zeit wirklich frei einteilen zu können. Wir müssen uns jetzt 9 Wochen lang an keine Stundenpläne halten. Keine Schularbeitstermine und keine Lernerei für Tests oder Prüfungen. Meine Arbeit im Haushalt ist erhöht, das stimmt schon. Aber eigentlich ist das nicht so schlimm, denn es wird der Tag kommen, da sind meine Kinder groß genug um auf eigenen Beinen zu stehen. Sie werden das Nest verlassen. Und dann kehrt Ruhe und Ordnung ein. Ob mir das dann so “schmeckt”?

Wie machen das eigentlich andere Familien?

Ich möchte an dieser Stelle eine Blogparade starten (GESCHLOSSEN). Denn ich bin sicher nicht die einzige Mama (und auch Papas finden das sicher interessant), die es interessiert, wie die Ferienplanung in anderen Familien aussieht. Ich bin immer dankbar für Ideen.

Es kann jede Mama und auch jeder Papa daran teilnehmen. Die Anzahl der Kinder und ob ein Elternteil zuhause ist oder nicht ist dabei egal. Erzählt einfach von euren Erfahrungen. Was macht ihr? Wo bringt ihr eure Kinder unter, wenn ihr arbeiten müsst? Welche Angebote an Ferienbetreuung nehmt ihr wahr? Schickt ihr eure Kinder in Feriencamps? Erzählt einfach drauf los.

Die Blogparade beginnt heute und endet am 31. 08. 2016. Bis dahin haben wir hoffentlich einige tolle Beiträge zusammen, wo sich andere Eltern Tipps und Anregungen holen können.

Wenn ihr mit eurem Blog mitmacht, dann verlinkt bitte diesen Beitrag, damit auch andere zu dieser Parade finden. Postet den Link zu eurem Beitrag in den Kommentaren. Ich werde dann eine Linkliste erstellen, mit all den Ideen und Anregungen von Eltern für Eltern in Bezug auf Ferien und wie man sie angenehm gestalten kann.

Wenn ihr keinen Blog habt, aber auch was zu dem Thema sagen möchtet, dann schreibt es in die Kommentare.

Ich bin auf eure Beiträge und Ideen schon richtig gespannt.

Eure Babsi


Linkliste:

  1. Andrea von kinderalltag hat einen wundervollen Beitrag geschrieben, wie sie die Ferien plant und dass sich aber ab nächstes Jahr etwas ändert. Danke, für deinen tollen Beitrag.

Geschlossen! Danke, für die Teilnahme.

6 Ferienaktivitäten für wenig Geld – Wie die Ferien geplant sind, wenn wir nicht verreisen können. Ein neuer Beitrag 🙂

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