Sumpf mit Feuerwerk
Wachstum & Wandel

Mama, Hausfrau – Knalltüte

Lesedauer: ca. 3 min

Kennst du das? Du stehst wie erstarrt vor einem dunklen, dunklen, tiefen Abgrund. Du weißt ganz genau, ein Windhauch und du fällst. Nichts wird mehr halten. Alles geht verloren. Du fragst dich, ob du echt für diesen Moment gelebt hast. Dafür, dass jetzt alles in Schutt und Asche liegt.

So ging es mir vor ein paar Wochen. Irgendwie schien alles gegen mich zu sein. Und mit alles meine ich wirklich ALLES. Die Finanzen, mein Mann, meine Kinder. Dann kam der erste Windstoß – mein Vater starb.

Ich rutschte ab. Verlor den Boden unter meinen Füßen. Doch irgendwie klammerte ich mich am Rand noch fest. Irgendwie mit den Fingerspitzen. Also stand ich nicht am Abgrund, ich hing dort so rum. Und dann dachte sich das Universum: „Sieh sie dir an! Die krallt sich da fest. Jetzt steig ich ihr auf die Finger.“

Wie es das gemacht hat? Haha… Unser fast ausbezahltes Auto ging kaputt. So kaputt, dass man es nicht mehr reparieren braucht. Technischer Defekt. Schon wieder. Hatten wir erst vor 4 Jahren. Auch kurz bevor das Mistding ausbezahlt war.

Und ich fiel. Tief und immer tiefer und klatschte auf. Im Sumpf, der sich mein Leben schimpfte. Und so lag ich da. Fühlte mich bestätigt, dass mein Leben die reinste Katastrophe ist. Es ist mir nicht vergönnt, einfach mal durchzuatmen.

Ich will und kann nicht mehr

Nun lag ich also da. Völlig platt. Das Universum, das Feld, alle Götter – was oder wer auch immer – war völlig unbeeindruckt von meinem Sudern (österreichisches Wort für jammern), Betteln und Flehen.

Und als ich da so liege – metaphorisch – sich die Welt unbeeindruckt weiterdreht, erscheint mir mein Vater und spricht in Rätseln mit mir. Zwischen Schlafen und Wachen besuchte er mich. Kannst du dir meine Verwirrung vorstellen?

Er erinnerte mich an etwas Wichtiges. An das Gefühl, dass da noch mehr ist. Also stand ich auf, putzte mir ein wenig von dem stinkenden Schlamm ab und sah ein wunderbar, kleines und doch kräftiges Licht.

Meinen Sumpf anders betrachten

Ich weiß noch genau, wie ich mir mein Leben als Kind und Jugendliche vorstellte. Und das, was ich da hatte, entsprach so gar nicht meinen Vorstellungen.

Doch irgendetwas in mir sagte: „Sieh genauer hin!“

Jetzt ist es natürlich nicht so, dass ich hinsah und alles plötzlich wundervoll, hell und strahlend aussah. Das wäre gelogen. Bis heute gibt es Punkte in meinem Sumpf, wo ich mich frage, wofür diese Erfahrung bitteschön gut sein soll. Vielleicht darf ich das irgendwann herausfinden. Wenn nicht – auch ok.

Aber ich sah dieses kleine Licht, das meinen Sumpf mal so richtig beleuchtete. Nein, ich wollte  nicht alles sehen, aber ich musste. Ich begann mit Meditation. Und plötzlich ging ein Licht nach dem anderen an.

Offiziell eine Knalltüte

Und das in jeder möglichen Hinsicht. Durch die – nennen wir es – Energiearbeit, das genauere Hinsehen und Erkennen: „Ah – dafür musste ich dieses oder jenes Erleben“ fand ein Erwachen statt. Die Erkenntnis, dass mein Leben keine Katastrophe ist. Ich Dinge erreicht habe, die ich mir als Kind vorstellte – nur nicht so eingetreten sind, wie es Kultur, Religion oder Gesellschaft anerkennen.

Aber das ist doch egal, oder? Ich meine, wir selbst müssen unsere Erfolge anerkennen. Du und ich. Kein Ehemann, kein Chef, kein Lehrer. Wir selbst.

Na und weil ich gerade aus meinem 42jährigen Schlaf erwache, wirke ich oft wie eine Knalltüte. Das ist mir nicht egal –

ich finde es fantastisch.

Hey, ich habe den gesellschaftlich anerkannten Weg ausprobiert. Der hat mich frustriert, obwohl Ergebnisse da sind. Dann bin ich lieber die Knalltüte, die sich selbst wieder lieben und ernst nehmen kann =)

Also wenn du selbst gerade am Abgrund stehst, hängst oder vielleicht sogar selbst gerade mit 180 km/h aufgeklatscht bist: ich sehe dich, ich verstehe dich. Aber gemeinsam sind wir stark. Wir krempeln diese verschlammten Ärmel hoch und stehen mit stolz knietief in unserem Sumpf – und machen was Wundervolles daraus. Ganz ohne Glitzer-Glamour-Feenstaub, versprochen 😉

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KI-generiert – Babsi im Sumpf

Bereit, selbst eine Knalltüte zu sein?

Schreib mir gerne deine Erfahrungen.

Babsi, die Knalltüte


Titelbild mit KI generiert. Nano Banana 2


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Babsi

Name: Babsi Heindl
Beruf:
Mama von 4 und Knalltüte
Hobbys: zeichnen, illustrieren, schreiben, lesen, lernen
Kontakt:
babsi@chaoshoch6.at

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