Manchmal habe ich das Gefühl, Familien sollen heute perfekt organisiert sein – bis in die kleinsten Entscheidungen hinein.
Aber was passiert, wenn man das einfach lässt?
Wenn man Vertrauen statt Struktur setzt?
Genau darum geht’s in unserem ganz eigenen „Nicht-Familienrat“.
Manchmal hab ich das Gefühl, alles in unserem Leben muss geplant, strukturiert und in irgendeinem vorgefertigten System Platz finden. Selbst Familien.
Wie man redet, wie man erzieht, wie man entscheidet – für alles scheint es ein Modell, eine Methode, ein Konzept zu geben.
Wir machen da nicht mit. Zumindest nicht beim Entscheidungen treffen. Wir brauchen keinen Plan, keine Struktur und nur ansatzweise ein System: das System der Demokratie.
Entscheidungen treffen – Inhalt
Entscheidungen treffen – on the go
Wenn wir zum Beispiel überlegen, was wir an einem freien Nachmittag machen wollen, setzen wir uns nicht in einen Redekreis mit Redestock, Handzeichen und Protokollführung.
Das läuft bei uns ganz easy:
Einer fragt: „Was wollen wir unternehmen?“
Es kommen ein paar Vorschläge – meistens von den Kindern – und dann wird abgestimmt.
Mehrheit gewinnt. Punkt.
Und wer absolut keinen Bock hat, bleibt halt zu Hause oder im Zimmer oder wo derjenige in dem Moment sein möchte. Zwanglos, unkompliziert, wir 😉
Filmabend mit System? Nein danke.
Wenn wir einen Filmabend planen, würde ein Familienrat wohl in einer endlosen Diskussion enden.
Sechs Köpfe, sechs Meinungen.
OMG, wie anstrengend wäre das bitte?
Bei uns läuft’s so: Zwei Vorschläge, Abstimmung, Fernseher an.
Fertig.
Wer die Vorschläge bringt, ist verschieden – mal die Kids, mal ich, manchmal der Hund 😄 Und wieder gilt: wer absolut nicht möchte, muss auch nicht mitmachen.
Tipp: Manchmal reicht ein einfaches „Was spricht euch mehr an?“ völlig aus. Man muss nicht alles zerreden, um sich gemeinsam zu entscheiden.
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Große Entscheidungen, klare Rollen
Bei den wirklich wichtigen Entscheidungen ist es ein bisschen anders. Da kommt es darauf an, wie relevant das Ganze für die Kinder tatsächlich ist.
Ich frag sie ja nicht, welchen Weichspüler ich kaufen soll. (Und ja, ich hab das schon beobachtet: Eine Mutter, die ihr Kind gefragt hat, ob sie wieder den Weichspüler der Firma X nehmen darf. Kein Scherz.)
Größere Urlaube oder Anschaffungen planen mein Mann und ich. Immerhin zahlen wir ja auch. Und ganz ehrlich: Würde ich die Kinder entscheiden lassen, hätten wir längst Privatkonkurs.
Du hast keine Vorstellung, wohin meine Buben alles reisen wollen. Indonesien ist da noch das nächstgelegene Ziel. 😅
Mein persönlicher Grundsatz: Nicht jede Entscheidung muss demokratisch sein – aber jede Stimme soll gehört werden.
Wenn’s um Zukunft geht, dann richtig
Aber wenn eine Entscheidung ihre Zukunft betrifft, dann müssen die Kinder mitreden. Zum Beispiel wenn es um die Frage geht, welche Schule besucht oder welcher Beruf erlernt werden möchte. Denn das entscheiden nicht mein Mann, nicht ich und auch sonst niemand auf dieser großen weiten Welt.
Da ist ihre Stimme nicht nur erlaubt, sondern Pflicht.

Und ja – dann holen wir auch mal den symbolischen Redestab raus und setzen uns in den Kreis.
Denn wenn’s wirklich um was geht, dann soll jeder sagen dürfen, was er denkt. Das ist dann kein Familienrat – das ist gelebter Respekt.
Fazit: Wir brauchen keinen Familienrat – wir leben ihn.
Ich glaube, viele Familien setzen sich selbst unter Druck, alles richtig zu machen. Dabei funktioniert jede Familie anders.
Unsere Art ist unkompliziert, ehrlich und manchmal herrlich unstrukturiert – aber sie funktioniert.
Wie ist das bei dir und deiner Familie? Wie trefft ihr Entscheidungen?
Ich bin neugierig – schreib mir gern in die Kommentare oder erzähl mir auf Social Media davon!
Ich freue mich schon jetzt auf dein Kommentar,
Babsi, die Chaosbloggerin mit Herz
Titelbild von Pete Linforth auf Pixabay
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