Sinnvoll schenken

sinnvollschenken

Mit diesem Beitrag möchte ich an der Blogparade #sinnvollschenken teilnehmen. 

Ich habe mir ein paar Gedanken dazu gemacht und ob ich jemals sinnvoll geschenkt habe. Um das zu beantworten muss ich zuerst einmal in mich gehen und mich fragen, was es für mich persönlich bedeutet sinnvoll zu schenken.

Wie wähle ich Geschenke für die Kinder aus?

Ich habe nun schon viele Weihnachten erleben müssen, an denen ich zuerst einmal auf den Preis achten muss. Wenn du ein Weihnachtsbudget von 500 € für 6 Personen hast, dann hüpfst du nicht besonders weit.

Also werden in erster Linie die Kinder beschenkt. Da werden zuerst die Herzenswünsche unter die Lupe genommen. Wovon reden sie schon länger? Kinder werden ja von der Werbung kurz vor Weihnachten mit “Wünschen” überflutet.  Plötzlich wünschen sie sich Dinge, die sie normaler Weise ignorieren, weil es sie einfach nicht interessiert. Ob ein Wunsch neu ist oder schon länger besteht, weiß man als Eltern aber ganz genau.

Meine Kinder haben eher nicht so viele Wünsche, dafür sind es Dinge, die ein wenig mehr kosten. Also muss ich das verfügbare Budget gut einteilen. Beziehungsweise frage ich bei Verwandten nach, ob sie etwas von den Wünschen übernehmen möchten. Meistens schaffen wir es dann alle gemeinsam, dass die Kinder genau das bekommen, was sie sich wirklich von Herzen wünschen. Das würde ich schon als #sinnvoll bezeichnen.

Second Hand unterm Weihnachtsbaum

Ich bin ein Mensch, der absolut nichts gegen Second Hand unterm Weihnachtsbaum hat. Ganz im Gegenteil. Wenn die Kinder noch ganz klein sind und gar nicht sagen können, was sie sich wünschen, genauer gesagt, sich noch gar nichts wünschen können, dann ist es bei uns so, dass sie etwas vom Dachboden bekommen. Bei vier Kindern ist da immer genug vorhanden, wie ihr euch vorstellen könnt. Und ich denke, das ist schon sehr #sinnvoll und vor allem auch nachhaltig.

Und wenn sie dann schon etwas größer sind, bekommen sie auch noch Dinge vom Dachboden. Denn sie wissen ganz genau, dass der Weihnachtsmann in seiner Werkstatt altes Spielzeug repariert, damit sich die Kinder wieder daran erfreuen können. Sie wissen auch, dass der Weihnachtsmann auch nicht unendlich Geld zur Verfügung hat und mit dem arbeiten muss, was er hat 😉

Kleine Anekdote, wie es zu der Geschichte mit dem Geld und dem Weihnachtsmann kam

Pubertier, damals sechs Jahre alt und glaubte noch an den Weihnachtsmann, gehörte zu den Kindern, die jedes Spielzeug im Katalog ankreuzten und sich “wünschten”. Er gab mir den Katalog und sagte: “Das wünsche ich mir alles und das werde ich auch alles bekommen, denn ich bin ein sehr braves Kind.” Darauf sagte ich: “Also das wird so nicht funktionieren. Der Weihnachtsmann hat ja auch nicht Geld wie Heu.” Mein entsetztes Kind: “Wozu braucht der Geld? Der hat doch eine Werkstatt, mit ganz vielen Wichtel, die die Sachen bauen.” Tja, jetzt befand ich mich in einer blöden Lage.

Kurzer Hand erklärte ich ihm das so: “Mein lieber Kumpel, so einfach ist das in der heutigen Zeit nicht mehr. Die Wichtel haben neuerdings eine Gewerkschaft, die sich für gerechten Lohn einsetzt und das ist auch wichtig. Wer arbeitet denn schon ganz ohne etwas dafür zu bekommen? Würdest du? Und weißt du, wie teuer Lizenzen sind? Die braucht der Weihnachtsmann aber, sonst darf er doch gar nicht die Marke für die Spielsachen verwenden. Macht er es einfach so, hat er eine Klage wegen Urheberrechtsverletzungen am Hals. Wer will das denn? Und das alles kostet einen Haufen Geld und dann muss er so viele Kinder auf dieser Welt beschenken. Da kann er nicht einem Kind so viel schenken. Aber er wird bestimmt die passende Auswahl treffen.” 

Nach dieser Erklärung war ich mir sicher, ich hätte gewonnen. Schließlich benutzte ich Wörter, die mein Kind bis dahin nicht kannte. Wörter wie Gewerkschaft, Lizenzen und Urheberrecht. Doch ich dachte falsch. Denn mein völlig plattes Kind fragte: “Wo bekommt denn der Weihnachtsmann das ganze Geld her? Klaut er es?”

Meine Antwort: “Nein! Er arbeitet für einen Getränkehersteller mit dem er vor Weihnachten auf Tour geht.” Mein Kind war nun zufrieden gestellt. Denn das kannte er ja schon. Hat er ihn doch höchst persönlich dort gesehen 🙂

Zurück zum eigentlichen Thema:

Sinnvolle Geschenke für die Erwachsenen

Das ist für mich immer ganz schwer. Was schenkst du jemanden, der eigentlich schon alles hat? Oder was schenkst du jemanden, den du eigentlich gar nicht mehr kennst, weil ihr euch vielleicht 2 Mal im Jahr seht? Ich bin ganz ehrlich, mir fällt nichts Sinnvolles ein, außer, dass ich meinen Terminkalender freischaufle, um für diese Menschen Zeit zu haben. Zeit für ein gemütliches Beisammensein und über die Zeiten, als wir noch Kinder waren, zu quatschen. Meine Meinung ist, dass auch genau das Weihnachten ist. Weihnachten ist nicht Geschenke, Konsumrausch und Stress. Es ist ein Gefühl. Ein schönes noch dazu. Für mich fühlt es sich nach Nachhause-kommen an. Selbst wieder ein bisschen Kind sein, blödeln und die Sorgen des Alltags einfach einmal vergessen. Sie kommen eh schneller zurück, als einem lieb ist. Zeit für die Lieben ist ein sehr sinnvolles Geschenk und in Geld und Produkten nicht aufzuwiegen.

Sinnvoll schenken bedeutet also für mich:

  • den Kindern Herzenswünsche erfüllen
  • auch Second Hand ist sinnvoll und nachhaltig
  • ganz viel Zeit für die Familie haben

Wie ist das bei euch?

Was versteht ihr unter sinnvoll schenken? Macht mit bei der Blogparade, auch wenn ihr keinen Blog habt. Wie das funktioniert könnt ihr bei Tollabea nachlesen

Ich wünsche euch noch eine wundervolle und stressfreie Adventzeit.

Eure Babsi


 

 

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