Mützenchaos

Meine Kinder haben so viele Mützen und Hauben. In den unterschiedlichsten Farben und Formen. Aus den unterschiedlichsten Materialen, für unterschiedliche Anlässe und für sämtliche Wetterlagen.

 

Sie haben dicke und warme Hauben für den Winter. Sie haben dünne Hauben für die Zeit, wo es nicht richtig kalt ist aber halt auch nicht mehr richtig warm. Ihre Ohren sind in jeder Wetterlage geschützt. Immer wieder bekomme ich Hauben und Mützen geschenkt. Von den Eltern, Schwiegereltern, von meinen Geschwistern und Cousinen. Sowas kann man schließlich immer brauchen. Richtig! Und man kann durchaus ganz viele gut brauchen.

Kinder neigen dazu ihre Kopfbedeckung beim Einkaufen zu verlieren. Oder sie vergessen sie. Im Kindergarten, in der Schule, bei der Oma. Es ist nicht schlecht, einen echt großen Sack voller Hauben und Mützen zu besitzen. Und doch hab ich zu wenig.

Ja, richtig gelesen. Zu wenig! Gestern habe ich alles vorbereitet für den Kinderarzttermin am Nachmittag. Praktische Kleidung rausgesucht, die sich schnell aus- und wieder anziehen lässt. Mutterkindpass bereitgelegt und so weiter. Dann, ein Blick aus dem Fenster, um festzustellen, welche Oberbekleidung die Kinder brauchen werden. Jacke und eine Mütze. Mehr brauchen sie nicht.

Und da geschah das unglaubliche. Ich fand für das Baby keine(!!!) passende Mütze. Da hast du so viele Mützen rumliegen, aber keine einzige passt auch nur annähernd auf den Kopf des Mupfels. Entweder sie sind zu groß oder schon lange zu klein. Oder praktisch für den tiefsten Winter sind, wo die Tageshöchstwerte bei -20 °C liegen, aber für einen Tag wo es +10 °C mit leichtem, kühlen Wind hat viel zu warm sind.

Macht nix. Nach einem kurzen Augenblick des geschockt seins, weil du 100 Mützen hast und keine passt, habe ich meine ganzen Schnittmuster durchstöbert. Mach ich halt schnell selbst eine.

Von den vielen Schnittmustern, die ich für Mützen habe, habe ich mich für die Ohrenklappenwendemütze von Schnabelina entschieden.

Also Schnittmuster abgezeichnet, Stoffreste zusammengetragen und Nähmaschine ausgepackt (ok, die brauch ich nicht wirklich auspacken, die hat nämlich ihren Stammplatz auf der Fensterbank in der Küche). Zwei Stunden später war mein Mupfel stolzer Besitzer einer brandneuen Mütze, extra für seinen Kopf. Warme Ohren sind nun für die nächste Zeit wieder gesichert 🙂

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Sie ist nicht perfekt geworden, aber das war ja auch nicht das Ziel. Das Ziel war ja, dass mein kleinster Mupfel auf dem Weg zum Arzt auch warme Ohren hat. Ziel erreicht 😉

Eure Babsi

(Schnittmuster von schnabelina, Stoffe von buttinette)

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