mut im alltag
Wachstum & Wandel

Mut im Alltag – warum kleine Schritte wahre Stärke zeigen

Lesedauer: ca. 4 min

Mut hat viele Gesichter.
Er zeigt sich nicht in großen Heldentaten,
sondern in den stillen Momenten,
in denen du dich traust, ein kleines Stück weiterzugehen.


Mut im Alltag versehentlich entdeckt – beim Schwimmen

Als Jugendliche hatte ich Schwimmunterricht in der Schule. Ich war nie eine besonders gute Schwimmerin – aber ertrinken? Wohl kaum.

Bis zu dem Tag, an dem wir vom Stockerl springen und zehn Meter tauchen sollten – inklusive „Luft auslassen“ auf halber Strecke.

Ich hatte Angst. Panik. Ich wollte nicht. Doch ich musste.

Ich sprang, tauchte, ließ die Luft aus – und kam nicht mehr weiter. Nach oben schaffte ich es auch nicht sofort, denn in meiner Panik habe ich komplett die Orientierung unter Wasser verloren. Der Trainer sah es, aber half nicht. Mir wurde ganz schwummrig und ich sah mein kurzes Leben an mir vorüberziehen.

Irgendwie schaffte ich es an die Oberfläche, schnappte endlich Luft – aber die Angst vor tiefem Wasser blieb. Jahrelang.

Von da an hast du mich in keinem tiefen Wasser mehr gesehen. Schon der Gedanke daran, den Boden unter den Füßen zu verlieren, ließ mich wie einen Stein sinken. Die Panik ging sogar soweit, dass ich selbst noch nicht einmal im tiefen Wasser sein musste. Einmal sah ich im Schwimmbad, dass meinem Mann das Wasser bis zum Hals stand. Ich stand weiter im seichten. Mir stand es nur bis zum Bauchnabel. Als ich sah, wie tief es beim besten Ehemann von allen war, fiel ich sofort um und sank.

Und jetzt? Über 20 Jahre später stehe ich mit meiner Familie im Freibad. Die Kinder sollen schwimmen lernen – also gehe ich mit ins Wasser.

Und plötzlich war es da: tiefes Wasser.

👉 Das Wasser stand mir bis zum Hals. Keine Panik.

👉 Ich schwamm – ohne Boden unter mir. Wieder keine Panik.

👉 Ich war stolz. Nach über 20 Jahren hatte ich meine Angst überwunden.

Mut im Alltag – leise, echt und sanft

Mut ist kein lauter Moment.
Er ist kein Sprung vom 10-Meter-Sprungturm.

Mut zeigt sich, wenn du trotz innerem Widerstand handelst.
Wenn du leise zu dir sagst: „Ich probier’s einfach.“

Mut entsteht nicht durch Druck oder Zwang, sondern durch Vertrauen – in dich selbst, in deinen Weg, in die kleinen Schritte, die du gehst.

Den Spruch kennst du sicher auch: „Mut ist nicht das Fehlen von Angst, …“ Such dir deine Lieblingsvariante des Spruchs, schreib ihn auf und dann hänge ihn wo hin, wo du ihn jeden Tag siehst. Bei mir war das am Kühlschrank 😉 Denn – so wie immer – gilt: Steter Tropfen höhlt den Stein. Unbewusst macht das was mit uns, wenn wir uns Motivationssprüche aufhängen oder wo ablegen, wir sie auf jeden Fall sehen.

Sanfte Mini-Challenges für dich und mich

Wir müssen nicht springen, um mutiger zu werden. Trotze der Redewendung „ins kalte Wasser springen.“ Müssen wir nicht, wenn wir nicht wollen. Wir dürfen zuerst den großen Zeh eintauchen.

💡 Mach etwas bewusst Ungewohntes.

Sag in einem Meeting etwas, das du sonst verschlucken würdest. Probiere ein neues Gericht. Oder geh allein spazieren – an einem Ort, den du nicht kennst.

💡 Erinnere dich an ein „kleines Mut-Erlebnis“.

Wann hast du zuletzt etwas getan, obwohl du Angst hattest?

Ich habe erst vor kurzem wieder feststellen dürfen, wie mutig ich sein kann. Denn ich bin alleine mit meinem Hund in den Wald gegangen. Das ist für mich großartig, denn ich komme aus einer Generation, der noch erklärt wurde, dass im dunklen Wald die große Gefahr lauert 😉 Du weißt schon… und deswegen bin ich eigentlich nie ohne Begleitung im Wald unterwegs.

Schreib es auf. Sammle Beweise, dass du mutig bist – auch, wenn’s für andere wie Mini-Schritte aussehen. Denn für dich ist das keine Kleinigkeit. Es ist was Großes, das du geschafft hast.

mut im alltag - mutmomente aufschreiben
Bild von Pexels auf Pixabay

Reflexionsfragen für dich und mich

Wollen wir unsere Komfortzone erweitern, dann müssen wir uns mal fragen, wo sie uns denn zurückhält. Und das sind Fragen, die können wir uns nur selbst beantworten. Zum Beispiel diese drei:

Wo halte ich mich aktuell zurück, obwohl ich es mir eigentlich zutraue?

Ich hab gemerkt, dass ich mich manchmal selbst klein halte, weil ich Angst vor dem Urteil anderer habe.

Und du? Gibt es etwas, das du längst könntest – aber dich noch nicht traust?

Welche kleine, machbare Herausforderung könnte ich diese Woche annehmen?

Ich habe beschlossen, etwas zu teilen, das sich für mich „zu persönlich“ anfühlte – einfach, weil es echt ist.

Vielleicht gibt’s bei dir auch etwas, das du zeigen möchtest, auch wenn dein inneres Sicherheitskomitee die Stirn runzelt.

Was passiert, wenn ich den Gedanken „Es muss perfekt laufen“ loslasse?

Dann entsteht Leichtigkeit. Humor. Echtheit.

Und manchmal – ganz unerwartet – auch ein bisschen Glitzer dazwischen. ✨

Fazit

Mut im Alltag bedeutet nicht, kopfüber ins kalte Wasser zu springen.

Es bedeutet, Schritt für Schritt Vertrauen aufzubauen – in dich, in dein Gefühl, in dein Tempo.

  • Du darfst dich fordern, ohne dich zu überfordern.
  • Du darfst vorsichtig sein, ohne dich kleinzuhalten.
  • Und du darfst stolz sein auf jeden Mini-Schritt – auch wenn ihn niemand sonst sieht.

Erzähl mir:

Wann warst du das letzte Mal richtig mutig?


Aus deiner höchstpersönlichen Sicht – nicht aus der Sicht eines anderen.

Und klopf dir bitte jedes Mal mindestens 10 Sekunden selbst auf die Schulter.
Nicht metaphorisch, sondern wirklich echt =)

Ich freue mich schon jetzt auf dein Kommentar,
Babsi, die Chaosbloggerin mit Herz


Mehr Beiträge wie diese findest du in der Themenwelt „Wachstum & Wandel“. Möchtest du auch einmal in meinem Magazin etwas veröffentlichen? Dann besuche die Info-Seite für Gastautoren.


Titelbild von Michael Kauer auf Pixabay


Erobere dir DEIN Leben zurück

🌸🌸

Du MUSST es dir wert sein.
Jede Ausgabe gibt dir kleine Schritte, ehrliche Einblicke und Impulse, um zurück zu dir zu finden.
Umsetzbar in 5 Minuten.

Hat dir dieser Beitrag gefallen?
Folge mir auf Facebook und erfahre immer zuerst von neuen Beiträgen.
Oder bist du auf Instagram?
Dann schau doch auf meinem Profil vorbei. Ich freue mich auf dich =)


Mit Freunden teilen? – Damit unterstützt du meine Arbeit 🙂

Babsi

Name: Babsi Heindl
Beruf:
Mama von 4, Chefassistentin in der Firma meines Mannes, Texterin, Illustratorin, Autorin
Hobbys: zeichnen, illustrieren, nähen, einfach alles Kreative
Kontakt:
babsi@chaoshoch6.at

Amazonwunschliste

Mehr über mich...

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert