6 ferienaktivitäten für zuhause für wenig geld

6 Ferienaktivitäten für wenig Geld

Die letzte Schulwoche ist jetzt fast vorüber. Ein Schuljahr mit vielen Höhen und Tiefen neigt sich endlich dem Ende zu. Wir sind alle schon müde und ausgelaugt. Da wir knapp bei Kasse sind, können wir leider nicht in die Ferien fahren, sondern bleiben zuhause. Aber wir sind ja nicht die einzigen, die Urlaub zuhause machen (müssen). Deswegen habe ich mir Gedanken darüber gemacht, welche Ferienaktivitäten machbar sind. Für kleines Geld (besser noch: ohne Geld).

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hochbegabung

Hilfe! Hochbegabung? – Wie wir damit umgehen

Im Beitrag „Täglich grüßt… das Hausaufgabendrama“ habe ich dir erzählt, dass Mad Max seine Hausaufgaben, speziell in Mathe, nicht mehr machen wollte. Dass es meist Stunden gedauert hat, bis er fertig war und es nicht gerade selten mit Tränen endete. Seine, meine, unsere. Der Frustpegel stieg und es belastete bereits die ganze Familie.

Doch dann brachte die Lehrerin etwas Licht ins Dunkel und darüber berichte ich dir heute mehr.

Am Elternsprechtag in Mad Max‘ Schule äußerte seine Lehrerin die Vermutung, er könnte hochbegabt sein. Als mir mein Mann davon berichtete, da riss es mir den Boden unter den Füßen weg. Weil ich eigentlich nicht wollte, dass eines meiner Kinder hochbegabt ist. Und das hat viele Gründe.

Die Anstrengung

Hier meine ich nicht, die Anstrengung, die es für mich bedeutet. Es geht um die Anstrengung, die mein kleiner Mann damit hat. Ich weiß zwar nicht, wo genau seine Hochbegabung liegt, aber ich weiß, dass er eine unheimlich schnelle Auffassungsgabe hat. Er kann auch schnell Verknüpfungen herstellen. Also ist es anstrengend, immer und immer wieder den selben Stoff durch zu nehmen. Wieder und wieder das selbe hören. Für ihn ist es so gar nicht abwechslungsreich. Doch er muss. Es bleibt ihm nichts Anderes übrig.

Stell dir das für dich persönlich vor. Wie anstrengend wäre das für dich? Für mich wäre das auch nichts.

Die Langeweile

Zu der Anstrengung gesellt sich dann auch ganz schnell die Langeweile. Denn was soll man denn machen, wenn man das alles eh schon weiß und jetzt lieber etwas Anderes machen würde. Aber man darf ja nicht. Man ist ja hier nicht alleine in der Klasse. Also starrt man Löcher in die Luft. Das wird dann schnell falsch interpretiert. Zum Glück hat Mad Max da wirklich eine ganz tolle Lehrerin.

Überleg mal, wie fühlst du dich, wenn du Langeweile hast und diese Situation aber nicht verlassen kannst? Ich beginne auch damit, Löcher in die Luft zu starren. Mir ist nicht nur einmal in meiner Schullaufbahn passiert, dass ein Lehrer annahm, ich würde alles uninteressant finden. Bei Tests waren sie dann immer ganz überrascht. Ich muss sagen, da hatte ich auch top Lehrer, die das dann verstanden.

Ständig Missverständnisse

Damit ist unser Mad Max auch konfrontiert gewesen. Denn durch sein Verhalten dachte man, er läuft tatsächlich nicht ganz rund. Was ich mir alles anhören musste. Von psychisch geschädigt (ganz echt jetzt), über ADHS bis hin zum Dummkopf war da alles dabei. Ich glaube schon, dass ein Kind das dann auch spürt. Diese Feindseligkeit. Selbst wenn es solche Gespräche gar nicht mit bekommt. Kinder sind feinfühlige Menschen. Die spüren das, wenn du eine schlechte Meinung über sie hast.

Das muss ihm doch weh getan haben. Alle dachten, er ist nicht ganz dicht. Ich gebe mir jeden Tag die größte Mühe, um ihm zu zeigen, wie toll er ist. Aber manchmal hilft das dann auch nicht mehr.

Nachdem wir den ersten Schock überwunden hatten

Es war schon spät geworden und die Kinder lagen im Bett. Da startete dann mein Mann den Laptop und begann zu forschen. Was das Netz halt so hergab. Wir hatten wirklich keine Idee, was wir jetzt machen sollen. Was bedeutet das überhaupt: Hochbegabung?

Nach ein paar Einträgen verstanden wir schon besser. Wir verstanden Mad Max besser. Den Durchblick haben wir bis heute nicht. Was wir allerdings in jedem Eintrag, der mit dem Thema Hochbegabung zu tun hatte, lesen konnten, war der Vorschlag, der hochbegabten Person Konzentrationsspiele bzw -übungen zur Verfügung zu stellen.

Das habe ich verstanden. OK, so halb. Die Konzentration schwächelt, weil? Wahrscheinlich, weil schnell verstanden wird und somit kein Grund mehr vorliegt, sich zu konzentrieren. Wie gesagt. Ich verstehe das nur so halb.

Am nächsten Tag haben wir dann mit Mad Max besprochen, dass wir nur für ihn ganz spezielle Spiele kaufen, weil er so klug ist. Das gab ihm natürlich einen enormen Auftrieb und er startete top motiviert in die Schule. Am Nachmittag besorgten wir mit ihm gemeinsam Konzentrationsspielerein.

hochbegabung konzentration
Der „magische“ Würfel. Mit dem kann er sich ewig beschäftigen. Einer der Dinge, die wir nur für ihn gekauft haben.

 

Wie es nun steht

Da die Lehrerin und wir an einem Strang ziehen, funktioniert alles etwas reibungsloser. Er hat zwar in der Schule und zuhause dann seine Durchhänger und er braucht wieder Ewigkeiten für die Aufgaben. Doch im Vergleich zu vorher ist das nicht mehr täglich so. Eher zum Ende der Woche hin. Da merkt man, er hat gar keine Lust mehr und er ist auch wahnsinnig schwer zu motivieren. 

Mein Alltag ist jetzt ein wenig leichter, weil ich jetzt auch besser verstehe, wie Mad Max tickt. Mir wurde klar, dass ich ihm ganz viele Möglichkeiten der Beschäftigung bieten muss. Dinge, die ihm Spaß machen und wo er auch lange dabei bleibt. Sachen, die er auch alleine machen kann, denn ich kann nicht ständig nur ihm meine Aufmerksamkeit schenken. Es funktioniert aber ganz gut.

Er hat nun Zugang zu den unterschiedlichsten Farben, denn er malt und zeichnet gerne. Es stehen unterschiedliche Bücher zur Verfügung. Bücher, die Wissen in seinen Interessensgebieten vermitteln. Ich versuche so viel Zeit mit ihm zu verbringen, wie nur möglich. Wir kochen gemeinsam, machen Experimente in der Küche, basteln gemeinsam Kleinigkeiten oder lesen gemeinsam ein Buch.

Insgesamt läuft hier einfach alles besser. Mad Max fühlt sich wohler und vor allem verstanden. Jetzt bleibt nur noch abzuwarten, wann er getestet wird (dieses Schuljahr ist ja schon vorbei) und wo genau seine Hochbegabung liegt. Denn wenn wir das einmal wissen, können wir noch gezielter auf seine Bedürfnisse eingehen.

Bedenken bezüglich der Hochbegabung

Einige Bedenken bleiben trotzdem. Oder Ängste. Denn Kinder können grausam sein. Wenn Mad Max so klug ist, da habe ich Angst, dass er gehänselt (oder sogar gemobbt) wird. Weil er schneller ist als die anderen und die sich dann von ihm bedroht fühlen. Vielleicht muss er sich dann ständig gemeine Sachen anhören. Verletzende Sachen. Muss allerdings nicht so sein und ich hoffe, es wird auch nicht so sein. 

Unser Mad Max versetzt uns (meinen Mann und mich) jetzt schon immer wieder ins Staunen, weil er so viel weiß. Irgendwann wird er uns dann „überholt“ haben. Wir werden nicht mehr mit ihm mithalten können. Hoffentlich denkt er dann nicht, er hätte dumme Eltern. Hoffentlich weiß er dann, dass wir immer unser Bestes getan haben. Ich hoffe einfach, dass er uns dann nicht den Rücken kehrt. Das wäre schon schlimm.

Und ich hoffe, dass uns Mad Max unsere Fehler, die wir ja nicht einmal bewusst gemacht haben, verzeihen kann. 

Hast du Erfahrungen mit Hochbegabung? Bist du vielleicht sogar selbst hochbegabt? Was denkst du, wie stelle ich mich bis jetzt an? Ich bin für jeden Tipp dankbar.

Deine Babsi


PS: Mittlerweile wird auch bei unserem Dean vermutet, er könnte hochbegabt sein. Ich pack es grad irgendwie nicht. Mein Mann meinte, dass wir uns schon einmal darauf einstellen können, dass es beim Mupfel dann auch so sein wird. Na Prost Mahlzeit kann ich da nur sagen.


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Keine SoKi für meine Kinder

Kennt ihr den Ausdruck „SoKi“? Bei uns ist das die Sonderkinderpädagogin. Sie hat einen speziellen Job. Die SoKi betreut mehrere Kinder in verschiedenen Kindergärten. Ihr Job ist es, die Kinder zu Beobachten und deren Entwicklungsstand zu überprüfen. Zuerst in der Gruppe und dann in Einzelgesprächen. Wenn es Auffälligkeiten gibt werden Elterngespräche angesetzt und die Eltern werden dann an die verschiedensten Stellen verwiesen. 

Für mich ist die „SoKi“ ein Mensch, der die Kinder bewertet und dann in Schubladen einteilt. Und diese Schubladen heißen „Verhaltensauffällig“ und „Entwicklungsrückstand“. Mehr gibt es wohl nicht. Und deswegen dürfen meine Kinder nicht von der SoKi in Augenschein genommen werden. Denn ich habe verdammt schlechte Erfahrungen gemacht.

Es war der rote Schneemann

Als mein Pubertier in den Kindergarten ging, habe ich unterschrieben, dass er von der SoKi angeschaut werden darf. Und eines Tages, als ich ihn abholte, sagte mir die Gruppenleiterin, dass sie mich kurz sprechen müsse. Also wartete ich und war schon ziemlich gespannt, was denn nun so unheimlich wichtig wäre. Ich dachte, dass mein Sohn vielleicht etwas geschrottet hätte, oder zu einem Kind gemein war, oder, oder, oder.

Endlich kam sie zurück und erklärte mir, dass mein Sohn auffällig wäre. Ich fiel aus allen Wolken. Wie auffällig? Es stellte sich heraus, dass die Kinder die Aufgabe hatten, einen Schneemann zu malen. „Und? Hat er keinen gemalt?“ Die Antwort war: „Doch. Aber einen roten.“ Ich stand mal da und wusste nicht, was sie mir damit jetzt sagen möchte. Ok, er hat also einen roten Schneemann gemalt. Die Leiterin „Naja, wissen Sie, Schneemänner sind doch weiß.“ Also ich verstand immer noch nicht, wo jetzt genau das Problem lag. Ich fragte meinen kleinen Sohn, warum sein Schneemann rot sei. Er meinte nur, weil ihm rot eben gefällt. 

„Ja, und wissen Sie, die SoKi hat auch einige Probleme festgestellt. Ein Elterngespräch wäre hier schon von Nöten.“ Als ich dann mit meinen Sohn nachhause gegangen bin, habe ich mit ihm über den roten Schneemann geredet. Es war mir völlig unverständlich, wieso man da so ein Drama daraus macht. Mein Pubertier war aber immer schon ein kleiner Wiff-Zack. Er konnte mir erklären, wie er den Schnee rot bekommen würde, wollte er einen roten Schneemann bauen. Ja, dieses Kind ist ganz sicher verhaltensauffällig. 

Die SoKi in Erklärungsnot

Dann kam der Tag des Elterngespräches. Und stellt euch das mal vor: Ich war nicht überzeugt davon, dass mit meinem Sohn etwas nicht stimmt. Ich ließ mir das nicht gefallen. Plötzlich kam sie mit immer mehr „Verhaltensauffälligkeiten“. Und weil ich darauf bestand, dass diese „Verhaltensauffälligkeiten“ den schönen Namen „Kreativität“ tragen, kam sie plötzlich mit „Entwicklungsrückständen“. Weil die Zeit knapp wurde, machte sie einen Folgetermin mit mir aus. Dumm, wie ich da noch war, stimmte ich zu. Und eine Woche später sollte man sich wieder treffen.

Die SoKi braucht Hilfe

Die Woche war dann nicht so toll. Ich wurde im Kindergarten schief angeguckt von den Erzieherinnen. Was bin ich nur für ein Mensch? Lehne mich gegen die SoKi auf. Und dann kam schon der Tag des erneuten Elterngesprächs. Und jetzt haltet euch fest: Die SoKi hatte sich, weil sie mir nicht Herr wurde, das Jugendamt zur Hilfe geholt! Und alles fing von vorne an. Wieder die selben „Anliegen“ und wieder bestand ich darauf, dass das doch kreativ und nicht auffällig ist. Die Beamtin stimmte mir zu. Auch sie verstand die Aufregung um den roten Schneemann nicht. 

Und wieder schwenkte die SoKi um. Plötzlich kamen wieder die „Entwicklungsrückstände“. Doch da konnte ich nicht dagegen gehen. Die Beamtin schlug sich auf die Seite der SoKi und ich bekam den Auftrag, meinen Sohn anschauen zu lassen.

Der Untersuchungsmarathon

Also hatte ich nun die Weisung bekommen, dass ich mit meinem Sohn die Psychologin aufsuchen müsse und den Kinderarzt. Da ich ein sehr kooperativer Mensch war, bin ich also zur Psychologin gegangen. Hab mich ihren Fragen gestellt, worauf sie da schon meinte „Ich weiß nicht, was Sie hier wollen.“ Na, ICH auch nicht. Trotzdem nahm sie dann meinen Sohn und machte hinter geschlossenen Türen einige Tests mit ihm. Resultat „Ein kreativer Junge, sprachlich begabt, im logischen Denken viel weiter als andere in seinem Alter. Keine Auffälligkeiten.“ Könnt ihr euch vorstellen, wie sehr ich mich da geärgert habe? Nicht, weil er nichts hatte. Sondern weil einer Mutter die Fähigkeit abgesprochen wird, dass sie ihr Kind richtig einschätzen kann.

Gut, also bei der Psychologin kam nichts raus. Ab zum Kinderarzt. Wieder unzählige Fragen gestellt bekommen. Wieder wird mein Kind getestet (zum Affen gemacht). Und was stellt der Kinderarzt fest? Nichts. Genau nichts. „Ich weiß jetzt ehrlich nicht, was ich mit ihrem Sohn machen soll? Dem fehlt nichts. Er ist in Ordnung. Das, was die SoKi behauptet gesehen zu haben sehe ich nicht.“ Na ich war vielleicht angefressen. Ich bedankte mich bei ihm, versuchte ihm nicht zu zeigen, dass ich auf 180 war, schnappte mein Kind und fuhr wutentbrannt zu meiner Betreuerin am Jugendamt. 

Ihr sagte ich, was wir jetzt durch haben. Und dass weder die Psychotante noch der Kinderarzt bestätigen können, was die SoKi da verzapft. Dass ich mir das nicht gefallen lasse und dass sich die SoKi in Zukunft von meinem Sohn fernhalten muss, sonst schepperts. 

Die Retourkutsche

Am nächsten Tag habe ich dann natürlich auch im Kindergarten Stunk gemacht. So geht es schließlich nicht. Ich habe da Zeit und Geld versch…… Damals war ich nämlich schon im Home-Office tätig und da bekam ich nur für geleistete Arbeit Geld. In der Zeit des Untersuchungsmarathons habe ich keine Arbeit geleistet, ergo kein Geld verdient und obendrein noch eines ausgegeben für Treibstoff. 

Ich unterschrieb einen Wisch, dass sich die SoKi von meinem Sohn fernhalten muss. Na die war vielleicht sauer. Und ließ das nicht auf sich sitzen. Irgendwie hat sie es geschafft, dass das Jugendamt dem Kinderarzt (alter, das jetzt schon heftig) die Weisung gab, er MÜSSE sich noch einmal vergewissern, dass alles in Ordnung ist und MUSS meinem Sohn eine Ergotherapie verschreiben. Voll arg, oder?

Der Kinderarzt war von dieser Weisung wenig begeistert. Er war sauer. Stinksauer. Auf mich! Aber egal. Er überwies mich mit der Notiz „dringend“ an das Therapiezentrum. Dort kam dann eine ganz liebe Therapeutin und untersuchte noch einmal meinen Sohn. Stellte fest, dass er nicht zwingend eine Therapie braucht. Der angebliche „Rückstand“ war so minimal, dass er eigentlich gar nicht auffiel. Und trotzdem musste sie ihm einen Platz geben. Weil sie vom Kinderarzt, der Gleichzeitig der Leiter der Einrichtung war, die Weisung bekam. Weil er die Weisung vom Jugendamt bekam. Und alle waren sauer, denn es ist schwer, einen Platz zu bekommen und es gibt Kinder, die diese Therapien wirklich wirklich brauchen.

Das Ende vom Lied

Mein Sohn machte die Therapie. Die SoKi durfte ihn nur mehr aus der Ferne ansehen. Das Jahr ging zu Ende und er kam in die Schule. Nie hat danach jemand jemals wieder behauptet, es würde mit ihm etwas nicht stimmen. Die SoKi wurde ausgetauscht.

Jetzt habe ich wieder ein Kind im Kindergarten und die SoKi, auch wenn es nicht mehr die selbe ist, darf mein Kind nicht Bewerten und in Schubladen stecken. Das war auch voriges Jahr so. Da waren sie zu zweit im Kindergarten. Und bei den Elterngesprächen mit den Betreuerinnen kam bei beiden raus „Kreative Kinder, können sich gut einfügen, sind Blitzmerker, sozial sehr kompetent, ausgeprägter Gerechtigkeitssinn und total lieb.“

Und wisst ihr, was ich total auffällig finde? Sehr viele der Kinder, die von der SoKi (in unserem Kindergarten) begutachtet werden, sind „Verhaltensauffällig“ bzw weisen „Entwicklungsrückstände“ auf. Ich gehöre ja nicht unbedingt zu den Verschwörungstheoretikern, aber da vermute ich dann doch was dahinter…

Wie seht ihr das? SoKi: ja oder nein? Habt ihr auch so Erfahrungen gemacht? Ging der Einfluss vom Jugendamt zu weit, oder war das noch im grünen Bereich? Brauchen wir wirklich Kinder nach Lehrbuch?

Eure Babsi