Kommentieren am Blog

kommentieren am blog

Vor einiger Zeit saß ich mit einer meiner Leserinnen zusammen. Wir haben uns unterhalten. Die unterschiedlichsten Themen haben wir bequatscht. Irgendwann kamen wir dann zum Blog. Sie erzählte mir, dass sie öfter darin liest und meine Texte mag. Aber sie würde nicht kommentieren wollen.

Ich sagte ihr, dass das ja nichts macht. Immerhin hatte sie mir ja gerade gesagt, dass sie meine Texte mag. Aber sie meinte dann, dass sie eigentlich gern öfter kommentieren wolle, sie sich das aber dann anders überlegt. Ich dachte, es liegt daran, weil andere Personen das dann auch lesen können. Aber das war gar nicht der Grund.

Der Grund, warum diese Leserin nicht kommentieren will, ist, dass sie ihre E-Mail-Adresse angeben muss. Und da hatte ich dann einen AHA-Moment. Denn, dass in Blogs generell sehr wenig kommentiert wird, ist mir natürlich schon aufgefallen. Ich dachte aber es läge daran, dass entweder alles im Beitrag gesagt wurde oder aber dass der Text nicht gefällt oder Ähnliches.

Dass jemanden die Tatsache stören könnte, dass man die E-Mail-Adresse angeben muss, so weit hatte ich da nicht gedacht. Weil ich ganz einfach weiß, warum man das muss. Dass es aber vielleicht andere nicht wissen, auf das kam ich natürlich nicht. Betriebsblind, würde man da jetzt sagen. Ist auch so.

Also habe ich erklärt, wieso man das muss. Nun denke ich mir, ich erzähle es dir auch. Denn vielleicht geht es dir auch öfter so, dass du einen Beitrag kommentieren möchtest, es aber nicht tust, weil du deine E-Mail-Adresse angeben musst.

Kommentieren am Blog? Warum überhaupt?

Blogger und Blog entwickeln sich mit deiner Hilfe

 

entwicklung des blogs
von pixabay.com

 

Als Blogbetreiber hat man natürlich eine gewisse Auswahl an Werkzeugen mit denen man den Erfolg messen kann. Wir wissen, wie oft Beiträge gelesen wurden. Zum Beispiel. Auch wie oft sie geteilt werden. Was wir aus diesen Zahlen aber nicht raus lesen können, ist, ob der Beitrag dem Leser auch gefallen hat. Wir können das nur abschätzen. Wird ein Beitrag zum Beispiel sehr oft geteilt, dann können wir davon ausgehen, dass der Beitrag auch gefällt. Allerdings kann nicht nachvollzogen werden von wem der Beitrag geteilt wurde und ob er geteilt wurde, weil der so toll ankam oder weil sich jemand dachte: “Alter, so ein Blödsinn, der da verzapft wird…”

Also ein Grund für kommentieren am Blog ist natürlich, dass der Blogbetreiber mit seinem Leser interagieren kann. Auf Grund der Kommentare weiß er dann, ob der Beitrag gut oder schlecht ankommt. Dem entsprechend kann man sich weiterentwickeln. Diese Weiterentwicklung kann nur mit der Hilfe der Leser stattfinden.

Leser und Leser tauschen sich aus

 

kommentieren zum austausch
von pixabay.com

 

Ein Kommentar kann auch super ergänzend sein. Dinge, die im Beitrag nicht vorkommen, dir aber wichtig sind. Es kann ein Austausch stattfinden. Nicht nur zwischen Blogger und Leser. Auch zwischen den Lesern selbst kann ein toller konstruktiver Austausch statt finden. Klar, Leute, die Grundsätzlich eine andere Meinung haben (im Grunde keine Meinung haben) und dann stänkern gibt es immer und überall. Im Netz verstecken sie sich halt hinter der Anonymität und treten viel offener und manchmal sogar sehr aggressiv auf.

Doch ich kann dir versichern, dass ein Blogbetreiber sich darum kümmern wird, dass es nicht ausufert. Wenn es dem Blogbetreiber entgeht, kann man es ihm auch melden. Je nach Größe des Blogs wird er die Unterstützung der Leser brauchen, dass er solche Trolle (wie sie im Netz genannt werden) herausfiltern kann.

Du siehst also: Kommentieren am Blog ist nicht nur für den Betreiber wichtig. Es kann auch sehr bereichernd für die Leser sein. Es kommt eine bunte Sammlung von Meinungen und Erfahrungen zusammen. Kommentare ergänzen den Beitrag.

Aber ich muss meine E-Mail-Adresse angeben… und das will ich nicht

Das kann ich sehr gut verstehen. Auch ich habe selten auf Blogs kommentiert genau aus diesem Grund. Man weiß ja schließlich nicht, was mit der E-Mail-Adresse geschieht.

Nun, ganz so ist es nicht. Denn als Blogbetreiber muss man einen Bereich haben, der den Datenschutz beinhaltet und dort steht ganz genau, was mit der E-Mail-Adresse geschieht. Nur welcher Leser macht sich die Mühe und liest die Datenschutzbestimmungen? Ich habe das auch nicht gemacht.

Aber ich erkläre dir jetzt warum die E-Mail-Adresse gebraucht wird und was mit ihr geschieht. Ich hoffe, so ein wenig Licht in dieses dunkle Wirr Warr der Datenschutzbestimmungen zu bringen.

Das System beschützen

Deine E-Mail-Adresse wird benötigt, um das System, auf dem der Blog liegt, zu schützen. Im Falle des Kommentarfeldes (mein Text bezieht sich hier ausschließlich auf die Kommentarfunktion) dient die E-Mail-Adresse dazu, dass das Antispam-Programm, das im Hintergrund läuft, vorab prüfen kann, ob es sich um eine tatsächliche und gültige E-Mail-Adresse handelt. Somit kann das Programm davon ausgehen, dass du ein Mensch und kein Bot bist.

Bots haben nämlich die doofe Angewohnheit im Sekundentakt Kommentare zu senden. Ziel ist es, auch bei noch so kleinen Blogs, die Seite zum Absturzt zu bringen. Die Gründe sind mir und auch vielen anderen da draußen schleierhaft. Aber gut, es ist nun einmal so und damit nix passiert, wird eine gültig E-Mail-Adresse benötigt. (Bots arbeiten oft mit ungültigen E-Mail-Adressen)

Personen schützen

Ich habe dir schon weiter oben gesagt, dass das Netz ja auch mal Trolle beherbergt. Diese reichen von kleinen, einfach nur aufmüpfigen Personen, die im wahren Leben die Schnauze nicht aufbekommen, aber im Netz total “mutig” und laut sind. Bis hin zu Personen, die gegen geltendes Recht verstoßen. Um letztere geht es im speziellen. Denn auch die müssen eine gültige E-Mail-Adresse hinterlegen, sonst wird das Kommentar gar nicht veröffentlicht. Durch die E-Mail-Adresse können solche Menschen dann sehr wohl (früher oder später) ausgeforscht werden.

Welche Daten werden gespeichert?

Wenn du heute irgendwo in irgendeiner Form etwas hinterlässt, dann wird im Hintergrund gespeichert, welche E-Mail-Adresse du angegeben hast, welchen Namen (manchmal ist das ja auch Pflicht) und über welche IP Adresse du im Netz warst. Manchmal werden noch einige mehr Daten erfasst und gespeichert.

Bei mir am Blog ist es der von dir angegebene Name, deine Mail-Adresse und die dazugehörige IP Adresse. Auf die IP Adresse hast du keinen Einfluss, die wird automatisch von deinem Gerät gesendet. Die E-Mail-Adresse ist notwendig für die oben genannten Punkte. Dein Name kann (bei mir am Blog) auch ein Nickname sein. Oder was auch immer. Müsste auch mit Ziffern funktionieren 😉

Welche Daten können von anderen gesehen werden?

Besucher am Blog können nur deinen Kommentar und den von dir angegebenen Namen lesen. Zum Beispiel: 1234 sagt: dein Kommentar…

Ich kann im Backend (der Bereich, den du als Leser nicht siehst) deinen Namen, deine Mail-Adresse und die IP Adresse sehen.

Was mache ich mit den Daten?

Nichts. Solange ich von dir keine gesonderte Erlaubnis für irgendwelche Verwendungszwecke bekommen habe, passiert mit den Daten nichts.

Auch interessant für dich als Leser: Wenn du die Kommentarfunktion bei mir am Blog nutzt werden deine Daten auch nur in meiner Datenbank auf meinem Server gespeichert. Sie werden nicht irgendwo hin gesendet um ausgewertet zu werden. 

UND: Du hast das Recht jeden Seitenbetreiber aufzufordern, sämtliche, von dir hinterlegte, Daten zu löschen. 

Daten für Newsletter und Co werden anders verwertet und unterliegen einer anderen Datenschutzbestimmung. Aber wenn es dich interessiert kann ich dir auch darüber erzählen.

Warum am Blog kommentieren? Zusammenfassung

 

kommentare
von pixabay.com

 

Es ist wichtig für den Betreiber. Nur über direktes Feedback weiß er, ob er seine Sache gut macht. Auch nur so kann er besser werden. Nur mit deiner Hilfe kann eine Entwicklung stattfinden. Blogbetreiber sind wirklich dankbar für jedes Kommentar. Für jede Kritik und Anregung. Es gilt: Der Ton macht die Musik 😉

Auch für die Leser kann es spannend sein nach einem Beitrag Meinungen von anderen Lesern zu lesen. Verschiedene Meinungen, Ansichten helfen einem ein eigenes Problem anzugehen.

Und deine Daten sind auf jeden Fall geschützt und ohne deinem Einverständnis passiert mal gar nix damit. Zumindest nicht mit Absicht. 

Im Netz ist halt leider nichts zu 100% sicher. Aber jeder Seitenbetreiber wird sein Bestes geben, dass wirklich nichts passiert.

Kommentierst du regelmäßig auf Blogs und Seiten? Wenn nicht, warum nicht?

Deine Babsi


Die Informationen beziehen sich auf mein System und wie ich mit deinen Daten umgehe. Ich kann hier nicht allgemein sprechen, denn jeder Blogger und Seitenbetreiber hat seine eigenen Instrumente für die Datenerfassung. Du findest aber immer alle nötigen Informationen in den Datenschutzbestimmungen der jeweiligen Seite.

Bilder von pixabay.com


 

Update Februar 2018: Ab nun wird die IP Adresse nicht mehr gespeichert und sämtliche IP Adressen, die in meiner Datenbank vorhanden waren, wurden von mir aus dem System gelöscht.


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14 Kommentare

  1. Hey Babsi 😉
    in der Freilernergruppe bin ich auf deinen feinen Blog gestoßen. Und weil ich mich in deinen Texten wieder finde, wollte ich es dich wissen lassen – du schreibst cool 🙂 Musste eine Weile suchen nach einer Möglichkeit Kommentare zu hinterlassen. 😀 Dafür lieb ich das W4 schon, dass es so viel Schutz für so wertvolle Persönlichkeiten bietet, dass immer wiedermal Neue auftauchen, die ein bissl gleich ticken…

  2. Liebe Babsi,
    wieder ein super Beitrag und toll erklärt!
    Ich geb meinen Senf immer gern bei deinen Beträgen dazu 🙂
    LG Manu

    1. Tippen sollte man auch können 🙂 Beiträgen solls heißen nicht Beträgen 🙂 ha ha
      LG Manu

    2. Hallo Manu,
      das finde ich immer ganz toll. Durch deine Kommentare zum Beispiel sind tatsächlich schon Ideen für neue Beiträge entstanden 😉
      Und dein Vertipper wäre mir gar nicht aufgefallen 😉
      Liebe Grüße Babsi

    3. Oh ja genau, um was gings da? Mädchen- und Jungsfarben, oder? Auf den Beitrag freu ich mich schon sehr 🙂
      LG Manu

  3. Toller Beitrag von dir!

    Durch Kommentare auf dem Blog erhalten Artikel auch die Möglichkeit zu wachsen und zu gedeihen. Interessante und erweiternde Kommentare von Lesern können nach und nach in den Artikel eingebunden werden und so noch wertiger werden.
    Und der Leser schreibt so an den Artikeln vielleicht mit!
    Vielleicht ein kleiner Ansporn für so manchen Leser von dir.

    Liebe Grüße Stefan

    1. Hallo Stefan,
      danke für dein Kommentar 🙂
      Ja, da stimme ich dir zu.
      Aus den Kommentaren können auch ganz neue Beiträge entstehen. Weil man auf neue Ideen gebracht wird usw.
      Liebe Grüße Babsi

  4. Für diesen informativen und hilfreichen Beitrag hinterlasse ich dir sehr gerne meine Mailadresse. Ich lese sehr viele Blogs und kommentiere auch, wenn es mir gefallen hat, so wie bei dir.
    Liebe Grüße
    Sigrid

    1. Hallo Sigrid,
      ich danke dir 🙂
      Freut mich, wenn der Beitrag informativ und hilfreich ist 😉
      Liebe Grüße Babsi

  5. Super geschrieben. darf ich ein paar Zeilen auf meinem Blog schreiben und hier zu Dir verlinken? Ich könnte das so nicht schreiben, aber finde das es jeder lesen sollte. Liebe Grüße, Nicole.

    1. Hallo Nicole,
      danke für dein Lob 🙂
      Ja, du darfst gerne Zeilen verwenden und weiter verlinken. Freut mich, wenn der Text so gut ankommt 😉

  6. Hi, dann komme ich dem doch auch gerne nach und sage DANKE für die tollen Infos!
    Habe ich mir bis jetzt noch überhaupt keine Gedanken zu gemacht. Und ich stöbere in meiner Mittagspause gerne durch alle möglichen Blogs und Themen. Werde mir also Mühe geben mir auch mehr Zeit für das ein oder andere Feedback zu nehmen.
    Dir weiterhin viel Freude an und mit deinem Blog.
    Viele Grüße Gabi

    1. Hallo Gabi,
      freut mich, dass dir der Beitrag gefallen hat 🙂
      Ich danke dir, für dein liebes Feedback 😉
      Liebe Grüße Babsi

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