Lernen lernen Teil 3: Die Aufmerksamkeitsspanne

aufmerksamkeitsspanne

Heute kommt der dritte Teil zu “Lernen lernen”. In den vorangegangenen Teilen habe ich euch die Lerntypen und die Leistungskurve vorgestellt. In diesem Beitrag beschäftige ich mich mit der Aufmerksamkeitsspanne. Auch sie sollte beim Lernen nicht außer Acht gelassen werden.

Was ist die Aufmerksamkeitsspanne

Sie gibt an, wie lange sich ein Mensch eines bestimmten Alters durchschnittlich auf eine Sache Konzentrieren kann. Diese Spanne unterliegt auch Schwankungen und ist sehr individuell. Aber es gibt Richtwerte.

Kinder von 5 bis 7 Jahren können sich durchschnittlich 15 Minuten auf eine Sache Konzentrieren. Im Alter von 7 bis 10 Jahren 20 Minuten und von 10 bis 12 Jahren 20-25 Minuten.

Das sind die ungefähren Richtwerte. Kinder in der Pubertät unterliegen größeren Schwankungen, da der Körper und besonders das Gehirn, eine starke Veränderung durchmachen. In der Pubertät sind die Kinder öfter schneller müde beziehungsweise gehen sie öfter mit einer Null-Bock-Einstellung an die Sache ran. Prioritäten verändern sich schließlich auch. Zum Beispiel haben sie plötzlich einen ganz anderen Blick auf das andere Geschlecht und sind das erste Mal über beide Ohren verliebt. Ihre Gedanken schweifen oft ab und man hat das Gefühl, sie sind gerade ganz wo anders.

Weitere Faktoren

Abgesehen vom körperlichen und seelischen Wohlbefinden beeinflussen auch noch andere Dinge die Aufmerksamkeitsspanne. Zum Beispiel das Interesse. Je interessanter etwas ist, umso länger kann man sich darauf konzentrieren. Wenn sich Kinder von 5 bis 7 Jahren durchschnittlich 15 Minuten auf eine Sache konzentrieren können, heißt das nicht, dass nicht mehr oder weniger der Fall sein kann. Interessiert es sich zum Beispiel sehr für etwas, dann wird es sich auch länger darauf konzentrieren. Vielleicht ein bestimmtes Brettspiel. Die Lieblingsgeschichte, die am Abend vorgelesen wird.

Dafür wird es bei Desinteresse nicht einmal die 15 Minuten aufmerksam bleiben. Interessiert es sich nicht für das Thema, wird es sehr bald abschweifen. Es lässt sich dann leicht von anderen Dingen ablenken. Vielleicht fängt es auch zu zappeln an oder steht gar auf und spaziert herum.

Und die Leistungskurve spielt natürlich auch eine Rolle. Befindet sich die Leistungsfähigkeit auf einer Talfahrt ist auch die Aufmerksamkeitsspanne beeinträchtigt.

Wie lernt man in Bezug auf die Aufmerksamkeitsspanne

Ist man nicht der Lernende sondern das Elternteil, das sich darum kümmern muss, dass der Nachwuchs lernt, dann gilt es zu Beobachten. Merkt man, dass die Aufmerksamkeit schwindet, dann greift ein. Lasst das Kind eine Pause machen. Muss es einen Stoff lernen, für den es sich nur wenig interessiert versucht den Stoff unter Berücksichtigung der verschiedenen Lerntypen aufzubereiten. Versucht Lernfrust zu vermeiden. Termine für Prüfungen werden lange genug vorher bekannt gegeben. Fangt rechtzeitig an mit eurem Kind den Stoff durch zu gehen.

Wenn die Kinder aus der Volksschule draußen sind, dann werden die Termine für Schularbeiten meist ziemlich am Anfang bekannt gegeben. Schaut, dass euer Kind den Stoff gleich ordentlich mit lernt. Sagt ihm, dass ihr da seid und wenn es sich wo nicht auskennt, soll es einfach fragen. Das ist wichtig.

Versucht gemeinsam mit eurem Kind einen Lernplan zu erstellen. Lasst es dabei mitarbeiten. Schaut euch gemeinsam im Vorfeld an, wie ihr den Stoff Lerntypen gerecht einteilen könnt. Was ist möglich, was nicht. Wenn die Vorbereitungen schon gut laufen, geht es dann auch leichter. Plant auch Puffer ein. Nicht nur die Pausen, die man macht zwischen den Lerneinheiten. Plant Zeiten ein, in denen nicht gelernt werden muss. Lasst die Wochenende auf jeden Fall frei. Erklärt eurem Kind, dass es unter der Woche Gas geben muss, dafür am Wochenende freie Hand hat. Das motiviert. Und je schwieriger das Stoffgebiet, umso früher muss dafür gelernt werden.

Kleine Vorschau

Nun habe ich euch von den Lerntypen, der Leistungskurve und der Aufmerksamkeitsspanne erzählt. In meinem nächsten Beitrag zu “Lernen lernen” zeige ich euch, wie man so einen Lernplan aufbauen kann. Als Beispielobjekt dient mein Pubertier. Wir werden euch zeigen, wie man so einen Plan erstellt.

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Beitrag helfen und dass ihr auch beim nächsten Teil wieder dabei seid.

Eure Babsi

Beitragsbild von pixabay.com


 

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