Warum hast du das gemacht?

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Unser Wochenende war wieder einmal ganz nett. Am Samstag waren wir bei meiner Mutter und das Wetter war so herrlich, dass wir in ihren echt großen Garten gehen konnten. Als Besucher ist es ein echt toller Garten. Die Kinder können sehr weit laufen, bevor sie aus dem Blickfeld der Erwachsenen verschwinden. Das Grundstück misst immerhin 4000 Quadratmeter. Als Besitzer ist es eher nur ein Haufen Arbeit. 

Am Sonntag waren wir dann in unserem Garten am Werken. Wir haben den Gemüse-Garten für den Winter fit gemacht. Nur die Kürbispflanzen durften noch bleiben, denn da hängen noch ganz junge Kürbisfrüchte dran. Die dürfen jetzt noch reifen.

Also im Großen und Ganzen wieder ein nettes Wochenende als Familie. Nur eine Frage hörte ich öfter. Eine Frage, die mich jetzt selbst sehr beschäftigt…

Warum hast du das gemacht?

Es geht bei dieser Frage eigentlich nur um meine Haare. Ich hatte eine Idee und, wie es so ist, wollte ich diese Idee einfach umsetzen. Wenn das Leben nach Veränderung schreit, dann glauben meistens meine Haare daran. Normalerweise ändern sie dann die Farbe. Nur diesmal hatte ich eine ganz andere Idee. Ich wollte meine Haare scheren. Jap. So bin ich halt.

Nach langem hin und her rätseln mit meinem Mann, fielen dann irgendwann meine Haare. Aber nur auf einer Seite. Ich war selbst von dieser Idee nicht zu 100 % überzeugt. Dachte mir aber auch “No risk, no fun! Vielleicht sieht es ja ganz gut aus.” Also…Haare ab 🙂

haare ab

Jetzt ist die eine Seite meines Kopfes geschoren, die andere wird noch von langen Haaren geziert. Eigentlich wollte ich die anderen dann auch scheren, aber mein Mann war da dagegen und weil ich ja jetzt nicht auf einem Ego-Trip bin wurde das dann eben nicht gemacht.

Das Ergebnis vom Haar-Experiment

Ok, ich gebe es zu. So manche Ideen, die ich schon umgesetzt habe, wären lieber nur Ideen in meinem Kopf geblieben. Nicht jede wahnwitzige Idee muss umgesetzt werden. Die mit meinen Haaren wäre auch lieber IN meinem Kopf geblieben und nicht das Ergebnis AUF meinem Kopf. Aber jetzt ist es halt so. 

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Jetzt sehe ich mich mit der Frage nach dem “Warum?” konfrontiert. Und es gibt keine Antwort darauf. Das hat keinen tieferen Sinn. Es war eine spontane Sache. Punkt. Ende.

Und doch kann ich jetzt etwas sagen

Ich weiß selbst, dass dies nicht meine beste Idee war. Mir ist auch klar, dass das nicht besonders gut aussieht an mir. Aber was soll’s? Es gibt schlimmeres auf dieser Welt. Und genau das kann ich jetzt sagen. Nämlich:

Ich habe da einen Fehler gemacht. Mit dem muss ich jetzt leben. Aber es war meine Entscheidung, es war mein Wunsch. Ich kann einen Scheitel auf der anderen Seite ziehen und meine langen Haare verdecken die abgeschorene Seite. Außerdem ist Herbst, ich kann meine missglückte Idee fein unter einer Haube verstecken. 

Und in ein paar Monaten sieht man von meiner daneben gegangenen Idee nichts mehr. Denn ich habe das unglaubliche Glück, dass mir meine Haare wieder nachwachsen. Nicht jeder hat dieses Glück. Wie viele Frauen gibt es da draußen, die ihre Haare als Folge einer medizinischen Therapie verlieren? Wie viele Kinder gibt es, die das durchmachen müssen? Und nicht alle haben das Glück, dass die Haare wieder nachwachsen. 

Es gibt so viele Menschen, die schon in jungen Jahren ihre Haarpracht verlieren, weil es genetisch einfach so vorbestimmt ist. Die können nicht sagen “Hach. Dumm gelaufen. Schwamm (bzw Mütze) drüber. Wachsen ja wieder nach…” 

Also warum sich über ein schief gelaufenes, selbst herbeigeführtes Ergebnis aufregen. Macht doch nichts. Nein, ich bereue es nicht, dass meine Haare gefallen sind. Denn diese Frage nach dem Warum öffnete mir jetzt eigentlich die Augen. 

Ich trauere nicht meinem Haarzopf nach, denn der kommt wieder. Und ich bin unglaublich dankbar für diese Erfahrung. Wem es nicht gefällt, der muss mich ja nicht ansehen. So einfach ist das 😉

Auf dieses Warum gibt es kein Darum 

Welche Entscheidungen habt ihr schon einmal getroffen und zuerst bereut und dann doch für eine gute Entscheidung gehalten? Erzählt es mir doch in den Kommentaren oder auf Facebook.

Eure Babsi


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