Krankheitschaos

ÜBERSTANDEN! Hoffentlich! Über ist noch ein wenig Schnupfen. Stefan hat ihn, Dean hat ihn, ich hab ihn. 3 von 6. Das geht.

Ich bin an die Grenzen meiner physischen und psychischen Kräfte gestoßen.
So ein bisschen Grippe macht doch nix, oder doch?
Tja, im Normalfall ja nicht. Aber bei uns ist ja nix normal. Bei uns geht es ja immer gleich extrem voll ab. Aber lasst mich von Anfang erzählen…Alles begann kurz nach Neujahr. Zwei meiner Jungs bekamen plötzlich Magen-Darm-Beschwerden. Das ganze artete aus. Am 9. Jänner am Morgen dann der Schock. Mein kleinster hat sich kaum mehr gerührt. Also hieß es schnell sein. Alles zusammen gepackt und die anderen Kinder bei der Oma abgeliefert und wie die Feuerwehr ins nächstgelegene Kinderkrankenhaus flitzen. (Anmerkung: das nächstgelegene ist über 30 min Fahrzeit entfernt). Die Strecke kommt dir in so einem Fall endlos lange vor.

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Mupfel im KH

 

Im Krankenhaus angekommen wurde sich sofort unserer angenommen. Mittlerweile hatte sich der Zustand meines Mupfels wieder gebessert. Er hatte zuhause noch etwas zu trinken bekommen und hat es auch angenommen.
Es wurde ein schneller Bluttest gemacht und es stellte sich raus, dass er dehydriert war. Also kam er an eine Infusion. So wie er da angeschlossen war, musste ich fast im 30-min-Takt die Windel wechseln. Aber ich wusste, dass wir jetzt in guten Händen sind und dass jetzt nichts mehr passieren kann.

 

Am nächsten Tag kam mein Mann mit Mad Max. Auch er wurde eingewiesen.

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Mad Max im KH

 

Auch er war dehydriert. Auch er bekam eine Infusion. Jetzt saß ich da, im Krankenhauszimmer, voll fertig mit den Nerven, mit zwei meiner Söhne. Einer schon über 24 Stunden an der Infusion, der andere frisch. Und beide brauchten mich so sehr. Ich musste mich zerreißen.
Am nächsten Tag hatten sich die Blutwerte so weit gebessert, dass wir nachhause fahren durften. Das Baby war knapp 48 Stunden an der Infusion, der größere knapp 12 Stunden.
Ich atmete auf. Das war nochmal gut gegangen.

Ein paar Tage später kam mein Pubertier aus der Schule und klagte über extreme Kopfschmerzen. Zuerst dachte ich, es sei was psychisches, weil das Zeugnis vor der Tür stand und er wusste, dass er schlecht abgeschnitten hatte. Am späteren Nachmittag dann wurde ich eines Besseren belehrt. Er bekam hohes Fieber. Also Kind zusammen packen und ab zum Arzt. Erste Untersuchung ergibt nichts genaues, denn er hat “nur” Fieber. Am fünften tag des Fiebers wieder zum Arzt. Vorläufige Diagnose: Grippe, aber die echte. Ich soll mich auf eine längere Zeit einstellen. Das kann dauern. Super! Da leidet mein Kind und ich kann genau nix tun, außer ihm meine Zuneigung zu zeigen. Klar, ist sowieso das wichtigste, wenn die Kinder krank sind. Aber die Eltern unter euch werden wissen, wie sich das anfühlt. Man ist absolut hilflos. Man fühlt sich total nutzlos. Man kann nichts tun.
Nach knapp zwei Wochen war es so plötzlich vorbei, wie es gekommen war. Das war vorige Woche. Am Donnerstag ging er dann sogar am Vormittag in die Schule. So, das war es jetzt aber, oder? Jetzt kann ich verschnaufen. Na denkste!?

Am Samstag kam dann mein 4jähriger. “Mama, ich hab so Kopfweh” Könnt euch schon denken, was dann kam… Am späteren Nachmittag hatte er, trotz fiebersenkenden Mittel, über 39 Grad Fieber. Also alles zusammenpacken und ins nächst gelegene Kinderkrankenhaus fahren. Dort kennen sie mich eh schon. Nach einer Stunde Wartezeit (es waren mehr kleine Kinder mit hohem Fieber da) kam der Arzt endlich zu uns. Erste Untersuchungen ergaben einen Infekt der oberen Atemwege. Es ist gut möglich, dass er sich bei unserem Pubertier angesteckt hat.

Nachdem es ihm aber heute schon wieder gut geht, nur noch der Schnupfen vorhanden ist, denk ich mir, er hat sich bei einem Kind im Kindergarten angesteckt. Hätte er auch die Grippe, wäre er wohl heute noch nicht fit.
Und jetzt hoffe ich, dass das mit dem Kranksein fürs erste erledigt ist. Obwohl mein Mupfel, heute mit einem entzündetem Auge aufgewacht ist. Aber wenns weiter nichts ist….

Ich bin fertig mit der Welt. Ich habe tatsächlich daran gedacht übers Wochenende weg zu fahren. Nur ich. Wellness oder so. Hätte ich das nötige Kleingeld, würd ich es machen. Um dann ein schlechtes Gewissen zu haben, weil ich mir eine Auszeit gegönnt habe…
Ah nix 🙂

Drückt mir bitte die Daumen, dass es das jetzt war…für eine laaaaaaaange Zeit.

Eure
Babsi

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