Acht Jahre – Und kein Ende in Sicht!

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Acht Jahre! Acht! Das muss ich mir mal auf der Zunge zergehen lassen. Denn ich dachte ja nicht, dass das mal so sein würde. Schließlich war ich ein Gegner. Sah ich keinen Sinn darin. Ich mein, was soll das schon bringen? Ehrlich, ist doch nur ein Stück Papier. Wer braucht noch ein Stück Papier mehr, bei all den Papieren, die sich im Laufe eines Lebens ansammeln? Und dann …

Kam alles ganz anders. Ein prinzipientreuer Mensch wie ich schmiss die Prinzipien über Board. Einfach so. Weil es sich richtig anfühlte. Weil es sich richtig anfühlt. Selbst nach acht Jahren fühlt es sich immer noch richtig an. Vor acht Jahren, da habe ich „Ja“ gesagt. Ja, zu meinem Mann. Ja, zu einem Leben in Ehe. Ja, zu einem neuen Namen.

Gut, das würde ich am liebsten rückgängig machen. Leider hat mir mein Mann erst nach der Hochzeit gesagt, dass es ihm nichts ausgemacht hätte, hätte er meinen Namen angenommen. Aber er hat nichts gesagt. Er dachte, ich wolle unbedingt seinen Namen. Schwamm drüber 😉

Ja gesagt

Ich habe „Ja“ gesagt. Und bin sehr froh darüber.

Acht Jahre Ehe – Blicken wir zurück

Bei der Hochzeit war ich schwanger. Mad Max schlummerte bereits unter meinem Herzen. Später sollen wir noch zwei Jungs zeugen. Das hat Spaß gemacht 😉

Noch vor unserem 1. Hochzeitstag haben wir uns ein Haus gekauft. War nicht so gut überlegt. Aber zum Thema Hauskauf kommt ein eigener Beitrag. Viele Dinge sind hier schief gegangen. Glücklicherweise ist das Haus selbst nicht schief. Also schon, aber das Fundament ist in Ordnung. Wir drohen nicht zu versinken.

Im zweiten Jahr kam unser Dean zur Welt. Das Haus war schon ein Stück weit renoviert. Phil Morris bekam sein eigenes Zimmer. Ich hatte endlich eine richtig schöne Küche.

Im dritten Jahr kam es zum Jahresende hin zur Katastrophe. Mein Mann verlor seinen Arbeitsplatz. Ganz schlecht. Das stürzte uns in ein finanzielles Desaster, das bis heute anhält. Denn trotz Umschulung, die uns die Ehe beinahe gekostet hätte (ich habe darüber in Neue Wege berichtet), bekommt er bis heute keinen ständigen Arbeitsplatz.

Im fünften Jahr war ich dann mit Sohn Nummer vier schwanger. Eine schwere Zeit. Wie schwer die Zeiten waren, äußerte sich in meiner Zunahme, die eine Abnahme war. Mein Arzt hatte ungefähr zur Hälfte hin die Nase voll und überwies mich ins Krankenhaus. Da er mir eine Essstörung nicht nachweisen konnte, entließ er mich am vierten Tag wieder. Und ich riss mich zusammen.

Im sechsten Jahr wurde es besser. Unsere finanzielle Situation, weil mein Mann ein bezahltes Praktikum absolvieren durfte. Es besserte unsere Familienkasse auf und wir konnten wieder ein wenig durchatmen. Unsere Beziehung wurde wieder ein Stück besser.

Im siebenten Jahr war das Ende der Ausbildung endlich in Sicht. Und mein Mann bekam endlich wieder einen Job. Wir waren so froh. So viele schwere Zeiten hatten wir gemeinsam überstanden. Jede Krise ließ uns enger zusammenwachsen. Worüber ich sehr froh bin. Wir hätten es verdient, endlich wieder durchzuatmen.

Doch im achten Jahr verlor mein Mann seine Stelle wieder. Er wurde von einem jungen Püppchen ersetzt. Sie steht dem Abteilungsleiter besser zum Gesicht. Wundert mich nicht. Ist sie doch so schön anzusehen. Ihr Können übersteigt das meines Mannes nicht. So ein ehemaliger Arbeitskollege.

Jetzt beginnt unser neuntes Jahr. Und es wird fabelhaft. Ich weiß das ganz genau. Durch all die Dinge, die wir schon durch sind, sind wir unheimlich eng zusammengerutscht. Nichts hält uns mehr auf. Wir sind füreinander da. Jederzeit bereit für den nächsten Kack, der auf uns zu kommt. Und der kommt bestimmt.

Unser Fundament ist fest. So fest, dass wir jederzeit darauf aufbauen können (habe ich schon in Ehekrise überwinden erklärt, was das Fundament ist) Den Weg aus der finanziellen Katastrophe werden wir jetzt auch gemeinsam bestreiten. Ich als Werbetexterin. Er als Grafikdesigner. Denn Job werden wir keinen finden. Die Region, die Familiengröße. All das verursacht leider eine Schlechterstellung am Arbeitsmarkt.

Aber all das werden wir gemeinsam meistern. So wie immer halt. Denn die letzten acht Jahre Ehe bzw knapp 10 Jahre Beziehung haben uns eines gelehrt: Gemeinsam sind wir unschlagbar 🙂

auf die nächsten acht jahre

Lass uns anstoßen. Auf die nächsten acht Jahre. (Bild von pixabay.com)

Auf in die Zukunft!

Deine Babsi


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